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Finvaley: OÖ-Startup entwickelt unabhängiges Analysetool für Aktien

David Bader hat Finvaley erfunden. © Stockanalyzer
David Bader hat Finvaley erfunden. © Stockanalyzer

Ein neues Tool für alle Arten von Investoren: Das Startup Stockanalyzer sucht nach Beta-Testern für „Finvaley„, ein Analyse- und Vergleichstool, bei dem Kauf- und Verkaufsentscheidungen für Wertpapiere vorwiegend unter Bezugnahme des sogenannten „inneren Wertes“ getroffen werden. Wir haben bei Gründer David Bader nachgefragt, was es damit auf sich hat – und was Finvaley neu und anders machen will.

Finvaley: Automatisierte Aktienanalyse

„Finvaley ermöglicht erstmals eigenverantwortliche und fundierte Investitionsentscheidungen am Aktienmarkt – unabhängig von Banken und Brokern – und zwar mit nur einem einfach zu bedienenden Tool“, erklärt der Gründer. Dabei liefere die Software „nicht nur rohe Daten“, sondern bewerte diese auch nach dem Value Investing Standard. „Das bedeutet, jeder Kunde kann mit Finvaley seine Wunschaktie analysieren lassen und erhält eine Beurteilung, welche die Aktie am Verhältnis des aktuellen Preises zum realen Wert misst. Diese Daten unterstützen den Kunden bei der weiteren Einschätzung und künftigen Kaufs- bzw. Verkaufsentscheidungen“, erklärt Bader.

Die Gesamtbewertung bestehe aus „verschiedensten Kennzahlen aus mehreren Jahren aus der Bilanz eines börsennotierten Unternehmens“. „Herangezogen werden beispielsweise  Bewertungskennzahlen wie KGV, KCV, PEG, Liquidität, Aktiva, Passiva, GuV, Cash-Flow und viele mehr“, erklärt Bader. Die Kennzahlen sollen aber nicht nur einzeln, sondern auch mit Werten aus Unternehmen derselben Branche verglichen werden. „Durch die Kombination aus Kennzahlbewertung und Branchenvergleich kann eine noch hochwertigere Analyse gewährleistet werden.“

Auch für Laien gedacht

Die Auslegung der Analyse sei „hauptsächlich durch die Lehren und Methoden von Benjamin Graham und Warren Buffet geprägt“ worden. Der Investitionsansatz sei „folglich der Fundamentalanalyse zugehörig“. David Bader: „Unsere Analysemethode unterscheidet sich grundlegend von Investmentstrategien, die auf technischer Analyse und Momentum beruhen und damit zumeist nur die bisherige Entwicklung des Marktpreises betrachten. Finvaley ist besonders für jene Anleger geeignet, die einen Anlagehorizont von fünf, zehn oder mehr Jahren forcieren. Ebenso erleichtert er Laien den Einstieg in den Aktienmarkt, da für solch eine Analyse keinerlei Vorwissen benötigt wird.“

Von der Exceltabelle …

Auf die Idee sei er gekommen, weil er mit den externen Beratungsmöglichkeiten unzufrieden war. Bader erinnert sich zurück: „Als ich begann, mich mit Aktien und Unternehmensbewertungen zu beschäftigen, konnten mir sämtliche Banken nur zu ihren eigenen Produkten Auskunft geben. Es gab auch kein Aktienanalysetool, das Unabhängigkeit von den Banken oder Investmentberatern geben konnte. Deshalb begann ich, eine eigene Software nach diesen Kriterien zu entwickeln.“ Aus der anfänglichen Exceltabelle wurde schließlich Finvaley.

… zum Online-Analysetool

Der Unterschied zur Konkurrenz? Bader: „Häufig wird versucht, Firmenprodukte wie Fonds zu pushen. Dies läuft jedoch nicht immer zum Vorteil des Kunden. Wir wählen einen neuen Ansatz und bieten als aktuell einziger Anbieter Analysen zu einem erschwinglichen Preis auf Basis emotionsloser Bilanzdaten, welche in einer Bewertung für den Kunden aufbereitet werden.“ Derzeit führe das Tool bereits automatisierte Aktienanalysen für Finanzdienstleister und Endkunden durch. „Zum einen nutzen unser Produkt alle aktieninteressierte Personen vom Laien bis zum Profi. Zum anderen bieten wir es Vermögensverwaltern, Onlinen-Brokern und anderen Finanzdienstleistern als Ergänzung zu eigenen Produkten an“, beschreibt Bader das seine Kunden. Das Geschäftsmodell ist ebenfalls zweigeteilt:  Im B2C-Bereich bietet Finvaley monatliche Abomodelle an, im B2B-Bereich werden „individuelle Lösungen je nach Kunde“ erarbeitet.

Große Ziele

Finvaley ist erst seit wenigen Tagen auf dem Markt, derzeit läuft die Beta-Phase. Finanziert hat David Bader sein Startup selbst: „Die erste und größte Hürde war, den Mut aufzubringen und das Risiko einzugehen, ein Startup zu gründen. Danach muss man immer dranbleiben. Die Herausforderung ist es, nie aufzugeben“, erzählt Bader. In den nächsten fünf Jahren soll sich das Risiko auszahlen: „Unsere Ziele in den nächsten Jahren sind die Vermarktung im DACH-Raum, der Aufbau von Lizenznehmern und Kooperationspartner und die Markteinführung in Europa.“

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