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Fintechs sollen endlich die lange versprochenen Sandboxes bekommen

Spuren im Code. © Pixabay
Spuren im Code. © Pixabay

Geschützte Bereiche, in denen Unternehmen im Finanzbereich neue Geschäftsmodelle ausprobieren können, ohne gleich mit bestehenden Gesetzen in Konflikt zu geraten: Das ist Sinn und Zweck von so genannten regulatorischen Sandboxes, die in Österreich seit mehreren Jahren von der Politik versprochen werden.

Nun könnte es aber bald wirklich so weit sein. Denn der Finanzausschuss hat gestern, Dienstag, neben Änderungen im Umsatzsteuergesetz auch eine Änderung des Finanzmarktaufsichtsbehördengesetzes beschlossen. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) soll künftig die Möglichkeit erhalten, Sandbox-Geschäftsmodelle zu erproben.

Es geht dabei vor allem darum, zu untersuchen, wie ein in Entwicklung befindliches innovatives Geschäftsmodell realisiert werden kann, um zu verstehen, welche Potenziale und Risiken damit einhergehen. Finanz-Start-ups sollen ihre Geschäftsmodelle auf diese Art in enger Zusammenarbeit mit der FMA entwickeln und dadurch Konzessionen erwerben können.

Eine Sandbox dient vor allem dazu, einen Freiraum zu, in dem sich Startups ausprobieren können, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen (Trending Topics berichtete). Im Gegenzug erhält die FMA volle Einsicht. Vorbild des Modell ist Großbritannien, wo es „Regulatory Sandboxes“ bereits seit vielen Jahren gibt und als wichtiger Baustein des vitalen Fintech-Ökosystems in UK gilt.

Der Finanzausschuss hat sich mit den Stimmen von ÖVP, Grünen, FPÖ und NEOS für solche Sandbox-Geschäftsmodelle ausgesprochen. SPÖ-Mandatar Kai Jan Krainer begründete die Ablehnung durch seine Fraktion damit, dass der Aspekt des Konsumentenschutzes bei der Besetzung des entsprechenden Beirats keine Berücksichtigung findet.

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