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Finney: Israelisches Startup will ein Smartphone auf den Markt bringen, das mit Blockchain arbeitet

So soll das "Finney" einmal aussehen. © Sirin Labs
So soll das "Finney" einmal aussehen. © Sirin Labs

Es musste ja so kommen: Im gegenw√§rtigen Hype rund um Kryptow√§hrungen und Blockchain-Technologien hat jetzt der israelische Hersteller Sirin Labs angek√ľndigt, ein Blockchain-Smartphone auf den Markt bringen zu wollen. Das Ger√§t soll rund 1.000 Dollar kaufen und richtet sich an die Krypto-Community, die viel Wert auf Datenschutz legen. Sirin Labs hat zuvor das Handy „Solarin“um 16.000 Dollar¬†gelauncht, dass besonders sicher vor Hackern sein soll, aber nur rund 700 St√ľck davon verkauft. Gr√ľnder¬†Moshe Hogeg musste die Produktion des Solarin, zu dessen Pr√§sentation gar Leonardo DiCaprio auftauchte, stoppen und nach dem R√ľckschlag ein Drittel seiner Belegschaft k√ľndigen.

Mit „Finney“ – benannt nach dem Bitcoin-Entwickler¬†Hal Finney – soll es nun besser werden. Das Smartphone soll sehr sicher sein und eine eigene Wallet f√ľr Kryptow√§hrungen haben. Au√üerdem soll man √ľber ein Blockchain-basiertes P2P-Netzwerk sichere Zahlungen machen und Nachrichten versenden k√∂nnen. Das Ger√§t, dass erst in Produktion gehen wird, soll ein 5,2-Zoll-Display, 256 GB Speicher, 8 GB RAM und eine 16 Megapixel starke Hauptkamera bekommen. Als Betriebssystem soll „Shield OS“ zum Einsatz kommen, eine abgewandelte Version der Google-Software Android.

Mit eigenem App Store und Betriebssystem

Jetzt kommt das gro√üe Aber: Damit das Smartphone und ein All-in-One-PC √ľberhaupt in Entwicklung und Produktion gehen kann, will Sirin Labs √ľber einen ICO bis zu 100 Millionen Dollar einnehmen. Die Unterst√ľtzer des Projekts sollen sich Tokens der neuen Kryptow√§hrung SRN kaufen k√∂nnen – nur wer diese hat, soll sich dann sp√§ter auch das Finney-Smartphone und/oder den Finney-PC kaufen k√∂nnen. Um das Smartphone produzieren zu k√∂nnen, braucht¬†Hogeg mindestens 50 Millionen Dollar, damit der PC umgesetzt werden kann, braucht es zus√§tzliche 25 Millionen Dollar.¬†Das ICO soll am 2. Oktober starten und 14 Tage lang laufen.

Zus√§tzlich soll es dann auch noch einen eigenen App Store f√ľr Anwendungen, den D-App Store geben: √úber diesen dezentralen Shop sollen Entwickler Software direkt an die Nutzer verkaufen k√∂nnen, ohne einen Teil der Einnahmen an App-Store-Betreiber wie Google oder Apple abtreten zu m√ľssen. F√ľr die Implementierung der Blockchain-Technologie will Sirin Labs mit IOTA zusammen arbeiten. Au√üerdem wird das Blockchain-Startup Bancor als Partner gelistet.

Wird es wirklich kommen?

Ob das Finney-Smartphone, das man derzeit lediglich auf Mock-ups ansehen kann, wirklich jemals auf den Markt kommt, hängt nicht nur davon ab, ob der ICO erfolgreich ist. Hogeg glaubt, das Handy in neun Monaten, den PC in sechs Monaten entwickeln zu können Рeine sportliche Zeitvorgabe.

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