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FFG förderte 2017 Forschungsprojekte mit 467 Mio. Euro

Testlabor für die Industrie 4.0. © BMVIT/Zinner

Die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat 2017 467 Mio. Euro Fördergelder ausbezahlt. Vergangenes Jahr wurden außerdem Förderungen in der Höhe von 685 Mio. Euro neu bewilligt. Damit werden in den kommenden Jahren 3775 Projekte mitfinanziert. Damit hat die FFG 2017 um 14 Prozent mehr Projekte unterstützt als im Jahr davor. Die FFG ist zentrale Anlaufstelle für die staatliche Förderung unternehmensnaher Forschung und unterstützt zum Beispiel die Entwicklung von Prototypen.

Jährlich 200 neue FFG-geförderte Produkte

Projekte werden von der FFG für gewöhnlich maximal bis zur Markteinführung eines neuen Produktes begleitet. Gleich zwei Drittel der FFG-Förderungen fließen in Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. „Mehr als ein Drittel der Unternehmen, die an FFG-geförderten Projekten teilgenommen haben, sind in neuen Aktivitätsfeldern tätig geworden“, sagt FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth. „Jährlich kommen rund 200 neue Produkte auf den Markt, die direkt auf FFG-Projekten basieren.“

Der größte Brocken der Förderungen wurde 2017 im Bereich Produktionstechnologien bewilligt, gefolgt von IT, Energie und Umwelt, Mobilität und Life Sciences. Die FFG versucht mit unterschiedlichen Förderformaten möglichst viele Unternehmen zu Innovationsprojekten zu bringen. Als Einsteigerförderung gilt der Innovationsscheck, wobei sich Förderungen wie Frontrunner und COMET an Unternehmen mit starker F&E-Tätigkeit richten. Die FFG vergibt allerdings mit dem AT:net-Programm auch eine Startup-Förderung, die vergangenes Jahr etwa das Headhunting-Startup JobRocker oder ChillBill erhalten haben.

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Förderdschungel lässt grüßen

Grundsätzlich ist die Zahl der angebotenen Programme mittlerweile schwer zu überblicken. Selbst im vergangenen Jahr sind gleich einige neue Programme dazugekommen. Dazu zählt etwa „Early Stage“, das sich an junge Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial und Firmen, die in neue Nischen vordringen wollen, richtet. Neu sind auch die Programme „Innovationswerkstätten“. Das sind offene Werkstätten, die sowohl über eine Ausstattung an modernen Geräten verfügen, aber auch als Raum für Kommunikation, Weiterbildung und gemeinsame Projekte dienen, sowie „Impact Innovation“, mit dem Vorhaben zur Entwicklung von innovativen Lösungen ohne direkten F&E-Bezug.

Die FFG hat ihre Tätigkeit in den Bundesländern verstärkt und auch das schläft sich nun in der Statistik nieder: Die Steiermark ist das erste Bundesland, das Wien von der Spitze der Förderungen vertreiben konnte. In der Steiermark wurden 2017 Projekte mit 168 Mio. Euro bewilligt, in Wien waren es 129 Mio. Euro und in Oberösterreich 109 Mio. Euro (ohne Breitband-Milliarde). 2016 lag noch Wien mit einer Summe von 147 Mio. Euro auf Platz eins.

 

 

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