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2 Minuten 2 Millionen

Wie ein Startup aus Salzburg mit einem „Fetzerl“ Stoff Sportlerschweiß bekämpft

Fetzerl im Pitch bei 2 Minuten 2 Millionen © Gerry Frank
Fetzerl im Pitch bei 2 Minuten 2 Millionen © Gerry Frank

Fetzerl – so nennt man in Österreich ganz typischerweise und umgangssprachlich ein kleines Stück Stoff. Seit drei Jahren gibt es hierzulande auch ein gleichnamiges Startup, dessen Geschäftsmodell ein simples Accessoire darstellt. Das „Fetzerl“ will für zuverlässigen Feuchtigkeitsschutz beim Sportln sorgen.

Schweißbremse im Hosenbund

Ob beim Bergsteigen, beim Skifahren, beim Joggen beim Tourengehen oder beim Joggen: Der Schweiß sammelt sich im Hosenbund. Oben auf der Hütte bläst der Wind auf den feuchtnassen Rücken. Man kann sein Bier nicht genießen, weil man schon meint, den Ruf der Nierenbeckenentzündung als Echo zwischen den Berggipfeln zu vernehmen. Das nervte Andreas Winkler. So sehr, dass er ein Schwitztuch für den Hosenbund entwickelte. Er habe zwar immer sein T-Shirt nach dem Sport rasch gewechselt, aber der Hosenboden sei vom Schweiß, der unter dem Rucksack vom Rücken runtergeronnen sei, „patschnass“ gewesen, erzählt der 46-jährige Pinzgauer dem Standard.

Winkler ist gelernter Elektrotechniker, in seiner Freizeit Bergwanderer, Skitourengeher, Biker und Langläufer. Mittlerweile arbeitet er als selbstständiger Unternehmer und vertreibt die 25 mal 30 Zentimeter trapezförmig zugeschnittenen Stoff in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein, den Naturfreunden aber auch über Shops wie beispielsweise den Salzburger „bergspezl“.

Individuell bedruckt mit Berg, Schmetterling oder Edelweiss

Das „Fetzerl“ besteht aus einem vierlagigen Mehrschichtsystem aus Baumwolle und Funktionsmaterialien, die Winkler vom Schweizer Hersteller Schoeller bezieht. Genäht wird sein Produkt von Heimarbeiterinnen. Und wie funktioniert das Ganze jetzt in der Praxis? Das „Fleckerl“ wird zwischen Unterhose und Haut geschoben und ein schmaler Abschnitt zur Fixierung über den Hosenbund nach außen gezogen.

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Ist die schweißtreibende Phase des Sportes vorbei, wird das Stoffteil herausgezogen und verstaut, der Hosenboden bleibt trocken. Gegen einen kleinen Aufpreis kann man sich mittlerweile eine personalisierte Aufschrift auf das „Fetzerl“ drucken lassen – für den Steißbein-Tattoo-Effekt sozusagen, wahlweise mit Berg, Schmetterling oder Edelweiss Zeichnung.

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