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Eröffnung

factory300: Linzer Startup-Campus versteht sich als Ausbildungsstätte „von Gründern für Gründer“

Philipp Holly und Manfred Strasser vom Startup Swell. © Jakob Steinschaden
Philipp Holly und Manfred Strasser vom Startup Swell. © Jakob Steinschaden

Da waren die Linzer schneller als die Wiener: Während die beiden Wiener Startup-Hubs noch im Umbauprozess stehen (weXelerate) bzw. eine neue Immobilie suchen (Talent Garden, mehr dazu hier), hat die factory300 heute ihre große Eröffnung in der Tabakfabrik gefeiert. Der Startup-Campus, der vom Business-Angel-Netzwerk startup300 betrieben wird, bietet derzeit rund 60 Arbeitsplätze, die Fläche kann auf bis zu 3.000 Quadratmeter erweitert werden.

„Wir arbeiten derzeit mit 30 Startups und haben gemeinsam als Netzwerk acht Millionen Euro in Startups investiert. Unser Wunsch ist es, hier im Startup-Campus in den nächsten Jahren 300 Startups zu entwickeln“, sagt Michael Eisler von startup300. Geplant sei, in den nächsten Jahren bis zu 2,5 Millionen Euro in den Campus zu investieren. Ziel sei, sich dezidiert auf die Ausbildung und Begleitung von Jungfirmen zu konzentrieren.
Michael Eisler von startup300. © Jakob Steinschaden
Michael Eisler von startup300. © Jakob Steinschaden

Das Motto „#weare300“, abgeleitet von dem martialischen Hollywood-Streifen „300“, ist in dem Großraumbüro (inklusive Schaukel) allgegenwärtig – auch Imitate von Spartanerhelmen zieren die Wände. Das Team rund um Eisler und Co-Geschäftsführer Bernhard Lehner inszeniert sich auf großen Schwarz-Weiß-Bildern in den Räumlichkeiten außerdem als „Rat Pack“ der österreichischen Startup-Szene. Zur Eröffnung kam auch Bundeskanzler Kern, der im Vorfeld in der Tabakfabrik eine Wahlkampfrede mit einigen Seitenhieben auf die ÖVP („Vollholler“) und ein Plädoyer für Aufbruch, Bildung und Forschung in Österreich hielt.

„Von Gründern für Gründer“

Im Unterschied zu anderen (künftigen) Angeboten in Österreich versteht sich factory300 weder Vermieter von Bürofläche noch Dienstleister für Corporates, sondern als eine Einrichtung „von Gründern für Gründer“, so Eisler. Gemeinsam mit Lehner blicke er in den vergangenen 15 Jahren auf rund 20 Unternehmensgründungen zurück, das dabei erworbene Wissen will man in den Räumlichkeiten an Jungfirmen weitergeben.

Business Angel Michael Altrichter im Gespräch. © Jakob Steinschaden
Business Angel Michael Altrichter im Gespräch. © Jakob Steinschaden
Startups können den Campus auf Einladung bis zu 300 Tage kostenlos nutzen, danach kann sich bei guter Zusammenarbeit ein Investment durch die startup300 AG ergeben. Wenn dann alles glatt läuft und eine schnell wachsende Firma eine Anschlussfinanzierung zur Internationalisierung braucht, soll in Folge der angekündigte Fonds capital300 zur Verfügung stehen – die beiden Fonds-Manager Roman Scharf und Peter Lasinger sind derzeit dabei, für ein erstes Closing bis zu 20 Millionen Euro einzusammeln (mehr dazu hier).
Auch das oberösterreichische Ökosystem will man bei factory300 anzapfen und arbeitet mit öffentlichen Einrichtungen wie Wirtschaftskammer, tech2b, akostart, der Creative Region oder der Business Upper Austria zusammen.
factory300: Eh klar, mit Schaukel. © Jakob Steinschaden
factory300: Ohne Rutsche, dafür mit Schaukel. © Jakob Steinschaden

Auch Corporates als Partner

Der Brückenschlag zwischen Startups und großen, etablierten Unternehmen ist bei factory300 auch ein Thema. Erste Partner sind etwa KPMG (Trending Topics berichtete), die Linzer Softwarefirma Catalysts, Raiffeisen, Industriellenvereinigung, karriere.at oder die Anwaltskanzlei Brandl & Talos.

Besonderes Augenmerk in thematischer Hinsicht will man in der factory300 auf die Bereiche Industrie & Automotive, Energie, die neue Welt des Arbeitens sowie eGovernment legen.

Die factory300 in der Linzer Tabakfabrik. © Jakob Steinschaden
Die factory300 in der Linzer Tabakfabrik. © Jakob Steinschaden

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