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Facebook verbindet Messenger und Instagram-Nachrichtenfunktion

Instagram und der Facebook Messenger wachsen zusammen. © Facebook
Instagram und der Facebook Messenger wachsen zusammen. © Facebook

Die Nachrichtenfunktion von Instagram bekommt ein umfangreiches Update. Facebook verbindet den Messenger und Instagram und wird „einige der besten Messenger-Funktionen in Instagram“ integrieren. Das Facebook-Team habe außerdem an neuen Datenschutz-Möglichkeiten und mehr Privatsphäre gearbeitet.

Alleine in der Familie der Facebook-Apps würden Menschen täglich mehr als 100 Milliarden Nachrichten versenden. Facebook hat laut eigener Aussage aber ein Problem entdeckt – das vier von fünf Personen in den USA bestätigen würden. Vereinfacht ausgedrückt: Wer mehrere Apps zur Kommunikation verwendet, vergisst, wo mit wem gechattet wurde. Das geht natürlich nicht – und darum verbindet Facebook Instagram mit dem hauseigenen Messenger.

Vom Messenger direkt auf Instagram

In der Praxis sollen Nachrichten, die über Instagram gesendet werden, auch in der App verbleiben. Neu ist allerdings, dass auch Nutzer des Messengers direkt an Instagram-Nutzer Nachrichten schicken können – ohne, dass Instagram zwingend installiert werden muss. Umgekehrt geht das natürlich auch. Die Nutzer sollen dabei festlegen können, wo sie Nachrichten und Anrufe erhalten, beispielsweise direkt in ihren Chats, in den  Nachrichtenanfragen oder gar nicht.

Auch die Suchfunktion wird entsprechend adaptiert: „Mit dem Update können Nutzer jetzt in Instagram und Messenger nach Konten suchen. Wie bisher zeigen die Suchergebnisse den Benutzernamen oder Namen eines Kontos sowie grundlegende Profilinformationen für alle Konten, sowohl öffentliche als auch private, an. Beiträge von privaten Konten werden weiterhin nur für Freunde oder Anhänger sichtbar sein. Wir werden weiterhin bestehenden Privatsphäre-Einstellungen respektieren, und private Konten werden genauso funktionieren wie heute“, schreibt Facebook dazu.

Instagram bekommt zehn neue Funktionen

Darüber hinaus werden zehn neue Funktionen implementiert – die aber vorrangig als Spielerei daherkommen. Es soll künftig „Selfie-Aufkleber“, eine „Mischung aus Boomerang, Emojis und Selfies“ geben. Videos auf Facebook Watch, IGTV, Reels („demnächst“) etc. sollen auch während eines Videoanrufs angesehen werden können, Chat-Farben lassen sich personalisieren und animierte Nachrichteneffekte kommen neu dazu. Nutzer können zudem künftig nicht nur einzelne Nachrichten in Instagram, sondern auch ganze Unterhaltungen melden und sollen „proaktive Blockierungsvorschläge in Instagram und Messenger erhalten“, wenn Konten im neuen „Konten-Center“ hinzufügt werden. Über dieses Konten-Center lasse sich auch festlegen, dass jemand, der nur auf Instagram vertreten ist, keine Nachrichten von Personen auf Facebook erhalten kann.

© Facebook
© Facebook

„Mit diesem neuen Update haben Sie die Wahl und die Kontrollmöglichkeiten, um Ihre Privatsphäre zu verwalten, beispielsweise, ob Nachrichtenanfragen an Ihre Chat-Liste, Ihren Nachrichtenanfrage-Ordner gehen oder ob Sie sie überhaupt erhalten. Wir bieten Tools, mit denen Personen verdächtige Aktivitäten melden und Maßnahmen ergreifen können, um jemanden über Apps hinweg zu blockieren, um unerwünschte Nachrichten und Anrufe zu stoppen, wenn etwas nicht in Ordnung ist“, schreibt Facebook dazu in einem Blogeintrag.

Datenschutz  & Privatsphäre

Wie wird sich die Zusammenlegung der beiden Dienste auf die Datenerfassung und personalisierte Anzeigen auswirken? „Wie auch in anderen Teilen von Facebook sammeln wir Informationen in erster Linie, um den Dienst bereitzustellen, die Produkterfahrung zu verbessern und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten“, erklärt Facebook. Man verwende den Inhalt der Nachrichten in Messenger und Instagram „nicht für das Targeting von Werbung“.  Facebook betont, dass Werbetreibende Nutzer „nicht auf der Grundlage dessen, was sie in den Nachrichten sagen“, ansprechen können.

Instagram: Neue Sicherheitshinweise

Darüber hinaus soll eine „Reihe von Hilfsmittel“ mehr Kontrollmöglichkeiten schaffen. Sicherheitshinweise beispielsweise sollen helfen, „verdächtige Aktivitäten zu erkennen und darauf zu reagieren“. Wie das genau aussehen soll, verrät Facebook noch nicht. Diese Hinweise sollen „demnächst“ bei Instagram erscheinen. Wird ein Inhalt gemeldet, werde Facebook „das überprüfen und gemäß den Community-Standards Maßnahmen ergreifen“. Das wiederum klingt nicht unbedingt neu, an klaren Regeln fehlt es zumindest in diesem Punkt nach wie vor. Das Update jedenfalls soll weltweit ausgerollt werden, wie so oft aber in einer Wellenbewegung – wann es hierzulande kommen wird, ist also noch nicht bekannt.

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