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Monetarisierung

Facebook hat in Österreich begonnen, Werbung im Messenger anzuzeigen

So sehen Ads im Messenger aus. © Messenger, Montage Trending Topics
So sehen Ads im Messenger aus. © Messenger, Montage Trending Topics

Ob das auf viel Gegenliebe bei den Nutzer stößt, bleibt abzuwarten: Facebook hat jetzt auch in Österreich damit begonnen, Werbeanzeigen zwischen die Chats seiner Messenger-App zu mischen. So will Facebook künftig seine populäre App mit weltweit rund 1,3 Milliarden Nutzern monetarisieren. Unternehmen können ihre Werbe-Botschaften über den Ads Manager buchen und User unter anderem auch auf Basis ihrer GPS-Position erreichen.

Die Messenger Ads sollen unter anderem dazu dienen, Traffic auf mobile Webseiten zu lenken (z.B. Online-Shops) oder Nutzer zum Installieren einer App zu bringen. Außerdem gibt es so genannte „Click to Messenger“-Werbung, die auf Facebook gezeigt wird und User locken soll, eine Konversation mit einem Unternehmen via Messenger zu starten. Läuft eine solche Konversation bereits (z.B. mit einem Chatbot), dann kann der Nutzer auch immer wieder mit so genannten „Sponsored Messages“ erreicht werden.

Auch Location wird berücksichtigt

In Österreich verwenden aktuell auch Firmen aus der Startup-Szene Messenger Ads – etwa journi (Reisetagebuch-App) oder The Ventury (spezialisiert auf Chatbots). Nutzer können, fühlen sie sich von einer der Ads eines bestimmten Unternehmens belästigt, diese mit wenigen Klicks verbergen. Das bedeutet aber nicht, dass man nie wieder eine solche Werbung zu sehen bekommt. Beim nächsten Öffnen der App wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine Anzeige von einem anderen Unternehmen zu sehen bekommen.

Außerdem gibt es eine Funktion, die verrät, warum man eine bestimmte Werbung zu sehen bekommt. So kann es sein, dass man in eine ausgewählte Zielgruppe fällt (z.B. männlich zwischen 25 und 45 Jahren aus Österreich) oder einmal in der Nähe eines Geschäfts vorbeigegangen ist. Denn man kann der Messenger-App auch erlauben, auf den eigenen Standort zuzugreifen.

Bald auch bei WhatsApp?

Messenger dient Facebook dazu, immer wieder neue Funktionen und Monetarisierungsformen auszuprobieren. Diese könnten dann auch ihren Weg zu WhatsApp finden, das in der Entwicklung viel langsamer vorangetrieben wird. Derzeit wird WhatsApp von Facebook kaum monetarisiert. Zuletzt wurde WhatsApp Business, eine kostenlose App für kleine Unternehmen vorgestellt, mit der diese einen Draht zu ihren Kunden aufbauen können. Große Unternehmen sollen später für diesen Dienst zahlen.

Update: derstandard.at zufolge bekommen bereits einige Nutzer Messenger Ads seit mehreren Wochen zu sehen. Laut Facebook soll das jetzt schrittweise auf alle User in Österreich ausgeweitet werden.

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