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Facebook-Karte zeigt, wo viele Menschen von COVID-19-Symptomen berichten

© Facebook
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Nachdem Apple und Google Kartenmaterial zum veränderten Mobilitätsverhalten von Menschen in der Corona-Krise veröffentlicht haben, ist jetzt Facebook am Zug. Gemeinsam mit dem Delphi Research Center der renommierten  Carnegie Mellon University (CMU) hat das Unternehmen eine Landkarte (vorerst auf die USA beschränkt) veröffentlicht, die zeigt, in welchen Gegenden Menschen von COVID-19-Symptomen berichten.

So sieht man auf der Karte etwa, das 1,45 Prozent der Bevölkerung von Manhattan in den vergangenen 24 Stunden nach Selbsteinschätzung Symptome zeigen. Datenschützer dürften da gleich alarmiert sein, denn theoretisch könnte Facebook ja die Statusmeldungen seiner mehr als zwei Milliarden Nutzer analysieren und daraus eine solche Daten-Karte ableiten.

Tut Facebook aber nicht, sagt Facebook. Die Daten stammen aus Online-Umfragen, die das CMU Delphi Research Center durchführt. Es hätten bereits eine Million Menschen teilgenommen, heißt es. „Jeden Tag wird eine neue Stichprobe von Facebook-Nutzern über 18 Jahren innerhalb der Vereinigten Staaten zur Teilnahme an der Umfrage eingeladen. Facebook empfängt, sammelt oder speichert keine individuellen Umfrageantworten, und CMU erfährt nicht, wer an der Umfrage teilgenommen hat“, heißt es zu der Datenerhebung.

Die Daten auf der Karte sollen Facebook zufolge politischen Entscheidungsträger und Gesundheitsforschern bei der Vorhersage potenzieller COVID-19-Ausbrüche unterstützen. Bei der Interpretation ist Achtung geboten: Die Daten zeigen lediglich an, wie viel Prozent der Bevölkerung glauben, dass sie am Coronavirus erkrankt sind – was nicht gleichbedeutend ist, dass sie es wirklich sind.

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