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ExChimp: Grazer Startup SunnyBag will Virtual-Reality-Brille auf den Markt bringen – mit Hilfe von Kickstarter

Philipp Slapar (mit Brille) und Stefan Ponsold (ohne Brille) von SunnyBag. © SunnyBag
Philipp Slapar (mit Brille) und Stefan Ponsold (ohne Brille) von SunnyBag. © SunnyBag

Schärfer als die Oculus Rift und leichter als die HTC Vive: Mit dieser Kampfansage steigt das Grazer Startup SunnyBag rund um Gründer Stefan Ponsold heute in den noch kleinen, aber wachsenden Markt für Virtual-Reality-Brillen ein. Die „ExChimp AI1“ soll eine VR-Brille mit 2560 mal 1440 Pixel (Oculus Rift: 2160×1200) werden, die ohne Smartphone oder Computer auskommt. Zum Vergleich: Geräte von Oculus, HTC oder Sony müssen an einen leistungsstarken PC bzw. Spielkonsole angeschlossen werden, in die Gear VR von Samsung muss ein Galaxy-Smartphone bestimmten Typs in die Brille als Display eingesetzt werden.

30 Prozent leichter als die VR-Brille von HTC soll die ExChimp-Brillle deswegen sein, weil CPU und GPU in den Controller ausgelagert werden, den der Nutzer zur Steuerung in der Hand hält. Auch der Preis ist eine Kampfansage: Sie soll ab 200 Euro zu haben sein und mit „Tonnen an vorinstallierten Inhalten“ zum Käufer kommen. Allerdings wurden zu Beginn der Kickstarter-Kampagne zu diesem Preis nur 100 Stück  aufgelegt.

Zuerst braucht es die Crowd

Der feine Unterschied zur Konkurrenz: SunnyBag, bisher bekannt für solarbetriebene Gadgets, will die Produktion der ersten Charge der VR-Brille über Crowdfunding finanzieren. Dazu sucht man ab sofort via Kickstarter Unterstützer, die gemeinsam mindestens 37.500 Euro einzahlen. Diese Unterstützer bekommen die Brille um 200 Euro voraussichtlich im September 2017 geliefert, der reguläre Marktpreis soll letztendlich 400 Euro betragen (ab November 2017). Produziert werden die soll die VR-Brille, an deren Ponsolds Team ein Jahr gearbeitet hat, in China – also dort, wo SunnyBag etwa auch die „Smart Battery“, ein solarbetriebenes Ladegerät für Smartphones, herstellen lässt (Trending Topics berichtete).

Ohne Partner könnte SunnyBag die VR-Brille nicht anbieten. Das auf „Nibiru VR“ getaufte, auf Android basierende Betriebssystem stammt von einer chinesischen Firma, das Unternehmen Fibrum aus Russland sorgt für die vorinstallierten Spiele, von Chip-Hersteller Intel kommt der Atom-Prozessor, eine Anbindung an den Google Play Store soll für zusätzliche Apps und Games sorgen. „ExChimp“ ist bereits die fünfte Crowdfunding-Kampagne des SunnyBag-Teams.

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