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Ex-Supermarkt-Lieferdienst Zuper übernimmt Wiener Startup Delinski

Das neue Team von Delinski: © Delinski
Das neue Team von Delinski: David Savasci (M) und Wendelin Amtmann (r) © Delinski

Das Ex-Startup Zuper hat die Wiener Restplatzbörse für Restaurants, Delinski, übernommen. Ex-Startup? Vor eineinhalb Jahren hat David Savasci seinen Supermarkt-Lieferdienst Zuper eingestellt (Trending Topics berichtete). Die GmbH hat er aber behalten und mit dieser die Übernahme umgesetzt. Ins Rollen gekommen sind die Verhandlungen im Frühsommer 2017 – wieviel Geld geflossen ist, wollte Savasci nicht verraten. Die vier Gründer von Delinski hatten schon davor Übernahmegespräche mit einem größeren Unternehmen geführt, die allerdings gescheitert sind. „Wir haben alle schon neue Projekte, die uns unter den Fingernägeln brennen“, erklärt Co-Founder Lukas Zielinski Trending Topics die Motivation, das Startup zu verkaufen.

Alle vier Gründer verlassen Startup

Mit dem Exit hat das gesamte Gründerteam von Delinski das Unternehmen verlassen. Das gab Savasci auch die Gelegenheit, das Managementteam neu aufzustellen. Für das Marketing hat er Wendelin Amtmann gewonnen, einen der beiden Gründer des Online-Buchhaltungs-Startups ChillBill.

Neben den Gründern hatte das Münchner Mobile-Payment-Unternehmen UMT einen Anteil in der Höhe von rund 22 Prozent an Delinski. Die Restaurant-Plattform wurde 2012 von Lukas Zielinski, Moritz Fiebinger, Francisco Matzinger und Arno Nöbl gegründet und ermöglicht die Buchung von „Restplätzen“ in teuren Restaurants mit einem Rabatt auf die Rechnung. Nutzer können auf der Plattform aus derzeit rund 200 Restaurants in Wien, Linz und Graz wählen. Delinski gewährt dann zu ausgewählten Uhrzeiten bis zu 30 Prozent Rabatt auf die Gesamtrechnung. Die Buchungsgebühr von 5 Euro wurde vergangenes Jahr abgeschafft.

Delinski soll Umsatz verdreifachen

Laut Zielinski war Delinski zwar bis zuletzt „knapp“ profitabel, für die notwendige Expansion nach Deutschland habe aber das Geld gefehlt. Bereits 2014 gab es einen Expansionsversuch nach München und Athen, für den auch die UMT an Bord geholt wurde. „Es war sicher ein strategischer Fehler, sich zusehr auf lokale Partner zu verlassen“, sagt Zielinski. In Griechenland sei der Partner knapp nach dem Launch abgesprungen. Zuletzt hatte Delinski 50.000 registrierte Nutzer, 35.000 davon aktiv.

„Ich dachte, das kann man sicher noch viel größer machen“, erklärt Savasci gegenüber Trending Topics. Heuer sollen die Nutzerzahl auf 200.000 wachsen und der Umsatz verdreifacht werden – aktuelle Zahlen wollte Savasci derzeit nicht nennen. 2014 lag der Umsatz bei 260.000 Euro. Seine Ziele will Neo-Geschäftsführer Savasci vor allem durch Marketing erreichen: „Es gibt in Wien noch viele Menschen, die Delinski nicht kennen“.

In Wien will Delinski außerdem die Zahl der teilnehmenden Restaurants auf 500 steigern. Savasci: „Ein gut gebuchtes Restaurant kann weit über 500 Gäste pro Monat via Delinski vermittelt bekommen. Dadurch steigern wir die Profitabilität der Gastronomen enorm“.Wenn der Standort Wien ausgebaut ist, will Savasci auch andere Städte in Österreich erobern – derzeit ist die Plattform in Wien, Graz und Linz aktiv.

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