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EU-Kommission: T-Mobile Austria darf UPC um 1,9 Milliarden Euro übernehmen

T-Mobile-Shop in Wien. © T-Mobile Austria
T-Mobile-Shop in Wien. © T-Mobile Austria

Einer der größten Deals am österreichischen Markt für Telekommunikation ist durch: Die EU-Kommission hat heute, am 9. Juli, die wettbewerbsrechtliche Freigabe für den 100-prozentigen Kauf von UPC Austria durch T-Mobile Austria erteilt. Für die Übernahme wurden keine Auflagen erteilt. Die österreichische Tochter der Deutschen Telekom lässt 1,9 Milliarden Euro springen, um sich mit 31. Juli die Kunden und die Netzinfrastruktur von UPC Austria zu schnappen und einen Großangriff auf A1 zu starten.

Die EU-Kommission, die den Deal prüfen ließ, hat keine Auflagen erteilt, wie manche Beobachter spekulierten, weil „die Tätigkeiten und die Vermögenswerte der beteiligten Unternehmen sich weitgehend ergänzen“. Auch nach dem Zusammenschluss sei T-Mobile Austria weiter mit den Konkurrenten A1 und Hutchison Drei und deren Angeboten konfrontiert. Dieses Jahr soll sowohl für bestehende UPC- als auch T-Mobile-Kunden in Österreich alles gleich bleiben, 2019 soll es dann erste gemeinsame Angebote geben.

Bei einer Pressekonferenz am 2. August werden weitere Details zu dem Zusammenschluss bekannt gegeben. Zu Kündigungen bei UPC soll es vorerst nicht kommen.

T-Mobile-Austria-Chef Andreas Bierwirth. © T-Mobile Austria
T-Mobile-Austria-Chef Andreas Bierwirth. © T-Mobile Austria

Kampfansage an A1

Gemeinsam haben T-Mobile Austria und UPC Austria, gerechnet auf das Jahr 2017, rund 7,2 Millionen Anschlüsse in den Bereichen mobiler und fixer Internetzugang, Telefonie, TV-, Video- und Unterhaltungsangebote, der konsolidierte Pro-Forma-Umsatz 2017 soll 1,25 Milliarden Euro betragen haben. Laut Andreas Bierwirth, CEO von T-Mobile Austria, will man mit der Übernahme zum führenden Breitband-Anbieter Österreichs aufsteigen, sowohl im Geschäft mit Privatkunden als auch mit Firmenkunden. Zu erwarten sind Bündelangebote, die sowohl mobiles und fixes Internet als auch Unterhaltungsangebote beinhalten. Auch den Glasfaser- und 5G-Ausbau will man vorantreiben und Österreich zur „Gigabit-Gesellschaft“ machen.

„Die Telekom Austria hat eine geschützte Existenz, und ich denke, dass ist nicht das Richtige für Konsumenten“, sagte Srini Gopalan, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG für das Segment Europa, im Interview mit Trending Topics. Und kündigte auch gleich an: „Telekom Austria hat derzeit als einziger Betreiber Mobilfunk- und Kabelnetze. Vor allem im B2B-Bereich braucht es in Österreich mehr Mitbewerb. […] Wir werden ein Challenger sein, sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich.“

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