Channel

Blockchain

Constantinople

Ethereum muss Hard Fork wegen Sicherheitsbedenken abblasen

Gängiges Symbolbild für Ethereum. © Pexels
Gängiges Symbolbild für Ethereum. © Pexels

Eigentlich hätten die Kernentwickler von Ethereum gestern das Netzwerk einer der wichtigsten Blockchains der Welt gestern ein Upgrade verpassen wollen. Es hört auf den Namen Constantinople und soll Ethereum eine Reihe von Verbesserungen bringen. Doch wenige Stunden vor dem Zeitpunkt, an dem der Hard Fork umgesetzt hätte werden sollen, schlugen die Ethereum Core Developers und die Ethereum Security Community nach einem Hinweis durch ChainSecurity Alarm: Aus Sicherheitsgründen konnte der Hard Fork vorerst nicht umgesetzt werden und wurde auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben.

Lücke hätte ETH-Klau ermöglicht

Das Problem: Wäre das Upgrade, das vor allem Ethereum-Miner, Exchanges, Wallet-Anbieter und Node-Betreiber betrifft, umgesetzt worden, wären so genannte Reentrancy-Attacken auf Smart Contracts möglich gewesen. Die Fehler im Code hat ChainSecurity hier dokumentiert. Kurz gesagt hätten potenzielle Angreifer mit den entsprechenden Tricks Ether (ETH) stehlen können. Dieses Risiko konnte die Community nicht ausgesetzt werden.

Der abgeblasene Hardfork betrifft zwar nicht jene Menschen, die Ether in digitalen oder Hardware-Wallets halten, sehr wohl aber eben Miner und Betreiber von Exchanges, Nodes und Wallets. Diese müssen Up- odr Downgrades von Peth und Parity vornehmen, damit alles wie gewohnt funktioniert. Das abgesagte Constantinople-Upgrade sorgte kurzfristig für stärkere Preisschwankungen von ETH. Im Ranking der größten Kryptowährungen liegt ETH nun auf Platz 3 hinter XRP und Bitcoin.

Die Neuerungen von Constantinople

Prinzipiell sollen mit dem Update Constantinople einige Verbesserungen ins Ethereum-Netzwerk kommen. Constantinople ist dabei der zweite Teil der Metropolis-Stufe von Ethereum und folgt Byzantium nach. Folgende Neuerungen sollen kommen (EIP steht dabei für „Ethereum Improvement Proposal“)

  • Einsparung von Rechnen- und Zeitkosten bei der Verifizierung eines Smart Contracts (EIP 1052)
  •  Bitwise Shifting bringt zehn Mal geringere GAS-Kosten (EIP 145)
  • Ausführung von Off-Chain-Transaktionen über State Channels (EIP 1014)
  • Verringerung der Block Rewards von 3 auf 2 ETH pro Block (EIP 1234)

„Proof of Stake“ als großes Ziel

Das große Ziel von Ethereum ist, von „Proof of Work“ zu „Proof of Stake“ überzugehen. Derzeit wird Ether (ETH) durch Berechnungen immer komplizierterer Aufgaben geschürft. Weil das aber enorme Stromkosten verursacht, soll es mit „Proof of Stake“ einmal anders gehen. Bei „Proof of Stake“ werden Faktoren wie die Teilnahmedauer und/oder das Vermögen eines Ethereum-Nutzers im Netzwerk hinzugezogen, um zu entscheiden, wer den nächsten Block erzeugen darf. Um zum Konsensverfahren „Proof of Stake zu gelangen, muss sich Ethereum langsam von den Minern lösen, die derzeit für das Berechnen der Blockchain zuständig sind. Deswegen sollen auch die Block Rewards gesenkt werden.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Promotion