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Ethereum könnte Bitcoin überholen

© Ethereum.org

Es ist schon ein paar Jahre her, da sagte Andrew Keys von ConsenSys: „Bitcoin ist das MySpace der Blockchain“, und dementsprechend wäre Ethereum in dieser Gleichung Facebook. Klar, dass ein Vertreter der wichtigsten Ethereum-Entwicklerfirma der zweit größten Kryptowährung mehr Chancen zumisst als Bitcoin – einer Blockchain, die seit ihrem Start zwar mehrmals Forks durchmachte, aber nicht grundlegend veränderte.

Doch mittlerweile kommen immer mehr Analysten zu dem Urteil, dass in Ethereum viel mehr Potenzial schlummert. Auch seitens der Großbank Goldman Sachs heißt es in internen Dokumenten, die ins Internet entfleuchten: „Ether schlägt Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel. Das Ethereum-Ökosystem bietet Entwicklern die Möglichkeit, neue Apps zu erstellen. Die meisten der DeFi-Apps werden auf Ethereum gebaut. Die größere Anzahl von Transaktionen in Ether gegenüber Bitcoin spiegelt diese Dominanz wider.“ Und auch hier wieder der Vergleich: Wenn Bitcoin MySpace oder Yahoo ist, dann ist Ethereum Facebook und Google.

Die institutionelle Adaption von Ethereum steht bevor

Ethereum bald bei 20 Prozent Marktanteil

Mittlerweile wird am Krypto-Markt schon gerätselt, ob Ethereum einmal wirklich Bitcoin überholen könnte. Was sich jedenfalls in den letzten Monaten abgezeichnet hat, ist die fallende Marktdominanz von BTC und ein steigender Marktanteil von Ethereum. BTC fiel zuletzt unter die 50-Prozent-Marke, ETH strebt auf 20 Prozent zu. In absoluten Zahlen bedeutet das: ETH liegt bei einer Marktkapitalisierung von 255 Milliarden Euro, Bitcoin bei etwa 580 Milliarden. Über Zeit sieht die Entwicklung der Marktanteile so aus (BTC in Orange, ETH in Schwarz):

Immer attraktiver für Entwickler

Was ebenfalls für Ethereum spricht: Die Blockchain soll noch dieses Jahr auf ihre zweite Version umgestellt werden, eben Ethereum 2.0. Das wird für zwei wesentliche Neuerungen sorgen, die in >Folge für eine noch viel größere Adaption weltweit sorgen könnte:

  • Wechsel zu Proof of Stake: Die Blockchain wird weit weniger Energie benötigen als bisher und so viel umweltfreundlicher. Außerdem können viel mehr Nutzer als Validatoren am Netzwerk teilnehmen, weil der Einstieg viel niederschwelliger ist als bei Proof of Work (Mining)
  • Sharding: Mit neuen Shardchains (Seitensträngen) neben der Beaconchain (Hauptstrang) werden viel mehr Transaktionen als heute möglich – und damit viel größere dezentrale Apps

Mit dieser lange vorbereiteten Umstellung wird Ethereum technisch zu anderen Blockchain-Plattformen wie Polkadot, Cardano oder Solana aufschließen und den Vorwurf, durch den großen Energiehunger beim Mining umweltschädlich zu sein, aus der Welt räumen. Durch die Möglichkeit, viel mehr Transaktionen viel günstiger durchführen zu können, könnten sich Entwickler dazu inspiriert fühlen, noch mehr Anwendungen auf Ethereum zu bauen. Bereits jetzt ist Ethereum die führende Plattform für Decentralized Finance (DeFi) und Non-Fungible Tokens (NFTs).

Ethereum soll vor Ende 2021 auf stromsparendes Proof of Stake umgestellt werden

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