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eSquirrel: Wiener EduTech-Startup wird mit 3,3 Millionen Euro bewertet

Das Team von eSquirrel. © eSquirrel
Das Team von eSquirrel. © eSquirrel

Das orange „S“ auf manchen Schulbüchern kennen zehntausende österreichische Schüler und tausende Lehrer bereits. Es zeigt an, dass es passend zu dem Schulbuch eine App als digitalen Lernbegleiter gibt, der mit interaktiven Quizzes das Lernen ins 21. Jahrhundert bringt.

Hinter dem „S“ steckt das Wiener Startup eSquirrel rund um Gründer und CEO Michael Maurer. Er hat sich mit Simon Strassl und Markus Wittberger zusammen getan, um Lernen mobil zu machen – also aufs Smartphone zu bringen. Dieses Konzept, das das EduTech seit der Gründung 2018 bearbeitet, hat jetzt einen Investor davon überzeugt, 300.000 Euro in die Firma zu investieren. Der oberösterreichische Unternehmer Markus Kreuzhuber tritt dabei als Investor auf, hat sich etwa zehn Prozent von eSquirrel gekauft – und bewertet damit das Startup „post money“ mit stolzen 3,3 Millionen Euro.

Wachstum nach Deutschland

„Mit dem Handy zu lernen, ist heute schon selbstverständlich“, sagt eSquirrel-Gründer Maurer. Die Trend spricht klarerweise für das Produkt seines Startups. Mit dem frischen Kapital will eSquirrel jetzt über die Grenzen Österreichs hinaus wachsen. „Wir konnten schon beginnen, 200 neue Kurse passend zu Schulbüchern aus Deutschland für Mathematik und Englisch (Unter- und Oberstufe, Vorbereitung zum Abitur) zu schreiben“, so Maurer. „Darüber hinaus werden wir auch in Österreich alle Schulfächer der Oberstufe bis zum Schulstart im Herbst abdecken, wo wir zur Zeit ohnehin schon sehr stark in der Unterstufe und in der Maturavorbereitung für Mathematik und Französisch vertreten sind.“

Aktuell benutzen rund 40.000 Schüler und 2.500 Lehrer die eSquirrel-App. Während Schüler in der App passend zum Schulbuch Übungen bekommen und sich durch Punkte-Sammeln und Gamification mit anderen in einem Leaderboard messen können, können Lehrer damit etwa Tests erstellen, Hausaufgaben abwickeln und eine virtuelle Klasse anlegen. Und: „Bei Lehrern ist eine sehr beliebte Funktion, die erstellten Tests auszudrucken“, so Maurer schmunzelnd.

Einsatz in 200 Schulen

eSquirrel wird derzeit bereits an 200 Schulen eingesetzt. „Es ersetzt nicht das Schulbuch, sondern soll eine Ergänzung dazu sein. Es soll auch nicht den Lehrer ersetzen, sondern ihm helfen“, sagt Maurer. Seine Firma hat Kooperationen mit zahlreichen Schulbuchverlagen eingefädelt, damit die Lehrinhalte zwischen App und Buch abgestimmt sind und so sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden können.

Kurse, für die bezahlt werden, gibt es von der 3. Klasse Volksschule bis zur Matura. Monetarisiert wird dabei über zwei Wege. So ist eSquirrel über die Schulbuchaktion bestellbar, dann bezahlt das Ministerium die entsprechenden Gebühren für die Kurse. Oder aber die Eltern oder die Schule selbst berappen die Beträge.

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