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Es gibt eine letzte Chance, Soup zu retten

Startseite von Soup.io. © Soup.io
Startseite von Soup.io. © Soup.io

In drei Tagen, am 20. Juli, soll der Stecker gezogen werden: Soup.io, ein ehemaliger Tumblr-Konkurrent und ein durchaus spannendes Stück österreichischer Startup-Geschichte, wird dann in die ewigen digitalen Jagdgründe eingehen. Der heutige Besitzer, der Tiroler Michael Pambalk-Rieger, hat die URL Soup.io bereits verkauft. Doch es gibt eine letzte Chance, den österreichischen Tumblelog zu retten.

Wie berichtet ist Soup.io nach einer starken Anfangsphase nach der Gründung 2007 später nicht mehr vorwärts gekommen. Durch die rasch wachsende Dominanz von Tumblr und anderen, gut mit Risikokapital ausgestatteten Alternativen wie Posterous konnte Soup international nicht mehr punkten.

„Mit „das Tumblr Europas“ werden haben wir uns nicht abgefunden, wir wollten auf dem internationalen Parkett mitspielen… aber im direkten Zweikampf mit dem viel besser finanzierten Tumblr hatten wir wenig Chance, obwohl wir technisch unserer Zeit voraus waren“, sagte Clay kürzlich zu Trending Topics.

40.000 Euro und laufende Kosten

Pambalk-Rieger bietet einem potenziellen Käufer an, den Web-Dienst samt der gesamten Hardware, dem Quellcode und der Daten um etwa 40.000 Euro zu verkaufen. Er würde Soup dazu auf die URL Soup.me migrieren. Soup.me war der letzte Versuch des damaligen Startups rund um Gründer Christopher Clay, den Dienst ins mobile Zeitalter zu führen, und als eine Art Antwort auf die damals neue Facebook-Timeline konzipiert.

Laut Pambalk-Rieger müsste man neben dem Kaufpreis mit Monatskosten von etwa 1.950 Euro rechnen, diese würden Housing inklusive Internet-Uplink und dem Stromverbrauch abdecken. Um zumindest diese Kosten zu decken, müsste man etwa das Werbegeschäft wieder ankurbeln oder versuchen, Mitgliedsbeiträge bei den Nutzern einzuheben. Auch müsste man die veraltete Software auf aktuellen Stand bringen – die Website kann etwa kein Responsive Design.

Was wird aus Soup.io?

Was mit der URL Soup.io passieren wird, ist derzeit nicht bekannt. Auch Pambalk-Rieger weiß derzeit nicht, wer der Käufer ist und was dieser mit der Domain vorhaben könnte. Soup.io bringt bestimmt gewisse SEO-Werte mit sich, von denen der neue besitzer profitieren könnte. Wer den österreichischen Tumblelog weiter betreiben möchte, muss sich wie oben erwähnt eben mit der URL Soup.me zufrieden geben.

Soup.io: Ein Kapitel österreichischer Startup-Geschichte geht zu Ende

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