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Erste Ernüchterung bei der Tesla-Aktie

Tesla-Werk in Fremont, Kalifornien. © Tesla
Tesla-Werk in Fremont, Kalifornien. © Tesla

Auf etwas mehr als 500 Dollar ist der Preis der Tesla-Aktie dieses Jahr nach oben geschossen – ein Zuwachs von mehr als 500 Prozent gegenüber Jahresbeginn (ca. 84 Dollar) hat den Börsenwert des US-Unternehmens in unglaubliche Höhen getrieben. Immer neue Jubelmeldungen und positive Quartalsberichte im Corona-Jahr 2020 und der flotte Ausbau von Fabriken in China und Deutschland hat die Konkurrenz alt aussehen lassen.

Doch nach der Erfolgsjagd ist nun einmal (vorerst) das Ende der Fahnenstange erreicht. Denn Elon Musk und seine Fans haben eigentlich damit gerechnet, dass Tesla ob des Erfolgskurs nach einigen durchwachsenen Jahren nun endlich in den Aktienindex S&P500 aufgenommen wird. Dieser bildet die 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen ab. Voraussetzung ist unter anderem, dass ein Unternehmen vier Quartale hintereinander Gewinne schreibt, und das ist Tesla zuletzt gelungen.

Etsy, Teradyne und Catalent bevorzugt

Doch Standard & Poors hat sich vorerst dagegen entschieden den Elektroautobauer aus Fremont bei San Francisco in den Index aufzunehmen. Stattdessen wurden zuletzt Etsy Inc. (eCommerce), Teradyne Inc. (Testsysteme für Mikroprozessoren), and Catalent Inc. (Pharma) in den S&P 500 aufgenommen. Sie ersetzen H&R Block, Coty und Kohl’s Corp.

Diese Entscheidung hat dem Kurs der Tesla-Aktie einen ordentlichen Knick verpasst. TSLA ist am Freitag um etwa sieben Prozent eingebrochen, nachbörslich hat sich der Kurs dann leicht ins Plus gerettet. Die Unternehmensbewertung liegt aber nach wie vor bei stolzen 390 Milliarden Dollar – auch wenn sie dieses Jahr schon einmal bei kurzzeitig mehr als 450 Mrd. Dollar lag. Damit hat Tesla schon um 15 Prozent gegenüber dem bisherigen Allzeithoch verloren – was auch wieder einmal aufzeigt, wie hochgradig volatil der Kurs ist.

Eine Begründung für die Entscheidung, Tesla vorerst nicht in den S&P500 zulassen, gibt es keine. Jedenfalls heißt es, dass Unternehmen jederzeit auf- oder wieder rausgenommen werden können. Ford und General Motors, die Tesla beim Börsenwert um viele Faktoren überflügelt hat, sind weiter im S&P500 drinnen. Das Handelsblatt etwa warnt bereits davor, jetzt einzusteigen, denn die verlustreichen Handelstage könnten noch nicht vorbei sein.

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