Channel

Blockchain

Smart Contracts

Erste Bank holt Blockchain-Handelsplattform we.trade nach Österreich

© Erste Bank / Christian Wind
© Erste Bank / Christian Wind

Die Erste Bank hat bei den beiden konkurrierenden Blockchain-Handelsplattformen die Seiten gewechselt und holt damit we.trade zum ersten Mal nach Österreich. Bisher hat die Erste Group Batavia unterstützt – beides sind Plattformen, auf denen Firmen Handelsgeschäfte abwickeln können. Dabei wird eine von IBM entwickelte Blockchain verwendet, um anstelle eines Mittelsmannes Vertrauen zwischen den Handelspartnern zu schaffen. Ein Beispiel: ein niederländischer Getränkehändler will bei einem Hersteller in Italien Limonade kaufen. We.trade bzw. Batavia sichern die Transaktion mit der Blockchain über Smart Contracts ab – der Hersteller erhält sein Geld erst, wenn der Händler die Limonade erhalten hat.

Erste Batavia-Transaktion in Österreich

Die Erste Group war ursprünglich gemeinsam mit vier anderen europäischen Banken im Gründungskonsortium von Batavia. Die Erste, die CaixaBank und UBS haben nun zu we.trade gewechselt, wo sie sich zu den Gründungsmitgliedern UniCredit (Bank Austria), Deutsche Bank, HSBC, KBC, Natixis, Nordea, Rabobank, Santander und Societe Generale gesellen. Bei Batavia verbleiben lediglich Commerzbank und BMO und das obwohl es im April die erste der beiden Handelsplattformen war, auf der tatsächlich Transaktionen abgewickelt wurden und zwar sogar in Österreich (Trending Topics berichtete).

++ Erste Group AG: „Wir arbeiten seit zwei Jahren mit Ripple zusammen“++

„We.trade heißt CaixaBank, Erste Group und UBS als Gesellschafter und Nutzer herzlich willkommen. Damit können wir die Einhaltung der angekündigten Roadmap von we.trade bestätigen und sind auf einem guten Weg, die geplante Expansion unseres global gespannten Netzes mit Bank- und Nichtbankpartnern in den kommenden Quartalen weiter fortzusetzen“, sagt we.trade-COO Roberto Mancone.

We.trade war bisher in Österreich nicht verfügbar, obwohl es von der UniCredit unterstützt wird. Mit den Neuzugängen deckt die Plattform nun 13 Länder ab – neu sind die Schweiz und Österreich, bisher bereits dabei waren Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Spanien.

„Knowhow von Batavia in we.trade einbringen“

„Wir freuen uns darüber, dass sich die Erste Group an we.trade als gleichberechtigter Gesellschafter beteiligt, was es uns ermöglicht, das von uns im Rahmen von Batavia auf dem Gebiet Blockchain-basierter Handelsdienstleistungen erarbeitete Knowhow einzubringen“, sagt Ingo Bleier, der bei der Erste Group das Großkundengeschäft verantwortet. Die neuen Partner-Banken sollen tatsächlich ihre Erfahrungen mit Batavia in die Weiterentwicklung von we.trade fließen lassen. Erst im August wurden über we.trade die ersten Transaktionen abgewickelt, darunter eine zwischen Deutschland und Spanien.

Hyperledger Fabric Framework

Das Bekleidungsunternehmen navabi aus Deutschland hat im August bei einem spanischen Lieferanten bestellt – begleitet wurde die Transaktion auf deutscher Seite von der HypoVereinsbank und auf spanischer Seite von der Banco Santander. We.trade nutzt für die Umsetzung der Blockchain-Technologie das Hyperledger Fabric Framework. Smart Contracts lösen bestimmte Vorgänge, etwa Zahlungsanweisungen, erst dann aus, wenn Bedingungen wie die Lieferung der Ware erfüllt sind. Das steigert vor allem die Geschwindigkeit der Transaktion, schafft Vertrauen zwischen den Handelspartnern und senkt Kosten. Die Firmen registrieren sich über ihre jeweilige Bank bei der Plattform.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen

Realtime Prices