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Fragwürdiger ICO: Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt wegen schwerem Betrug

Die eCharge-Webseite. © Trending Topics
Die eCharge-Webseite. © Trending Topics

Wie Trending Topics aus sicheren Quellen in Erfahrung gebracht hat, läuft derzeit ein offenes Ermittlungsverfahren der Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen einem Initial Coin Offering (ICO), der vor mehr als einem Jahr durchgeführt wurde. Die Vorgänge rund um die echarge.work austria GmbH, die im vergangenen Jahr nach einem Konkursverfahren aufgelöst wurde, sowie deren Gründer Markus D. stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen.

Konkurse im Vorfeld

Der Geschäftsführer von eCharge wollte bei Hotels in Österreich Ladestationen für Elektroautos installieren, außerdem wurde in einem Initial Coin Offering (ICO) eine eigene Kryptowährung (Kürzel ECH) verkauft. In Aussicht gestellt wurde, dass man mit diesen ECH-Token bei den Ladestationen das Aufladen von Elektroautos bezahlen könne.

Doch sowohl rund um den ICO als auch um das angebliche Netzwerk an Ladestationen kamen dann im Vorjahr viele Fragen auf. 2018 lief ein Konkursverfahren gegen die echarge.work austria GmbH, dann wurde Mitte 2018 auch der Konkurs der eCharge.work AG in der Schweiz eröffnet.

„Teils versuchter und teils vollendeter schwerer gewerbsmäßiger Betrug“

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigt gegenüber Trending Topics, dass derzeit ein „offenes Ermittlungsverfahren gegen einen Beschuldigten und zwei Verbände wegen Vorwürfen des teils versuchten und teils vollendeten schweren gewerbsmäßigen Betruges“ läuft. Im Raum steht dabei die “Vorspiegelung der Nutzungsmöglichkeit eines Netzwerks von E-Tankstellen und der Möglichkeit der Bezahlung mittels Netz-eigener Kryptowährung”.

Für die Beschuldigten gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Der Gründer von eCharge war für Trending Topics bisher für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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