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Erinnerst du dich an den Fachkräftemangel Prä-Corona? Den gibt es immer noch.

© Photo by engin akyurt on Unsplash
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Theorie: Weil die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schießen, haben Unternehmen, die noch offene Stellen bieten, die große Auswahl. Bei einem Überangebot von Arbeitslosen – in Österreich sind es derzeit mehr als 500.000 – sollte man die Positionen, die offen sind, schnell besetzen können.

Praxis: Der Kampf um die besten Talente ist durch die Corona-Krise offenbar nicht entschärft worden. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine neue Studie der Job-Plattform StepStone, die von 360 Führungskräften und HR-Verantwortlichen in ganz Österreich wissen wollte, wie es um den vor der Krise beklagten Fachkräftemangel steht.

„Auch wenn momentan durch Corona kurzzeitig mehr Fachkräfte auf den Jobmarkt gespült wurden, heißt das nicht, dass das immer so bleibt“, so Studienleiterin Barbara Oberrauter-Zabransky. „Im Gegenteil: Sobald der Konjunkturmotor wieder anläuft, sind diese ‚High Potentials‘ ganz schnell wieder weg – davon sind 67 Prozent der Studienteilnehmer überzeugt.“

Kurzarbeit schafft Identifikation

Für Fachkräfte, die ihren Job in der Krise verloren haben, tun sich derzeit neue Chancen auf. Stepstone zufolge wollen 27 Prozent der Unternehmen wollen Talente ansprechen, die anderswo gekündigt wurden oder auf Kurzarbeit sind.

Stichwort Kurzarbeit: Diese soll bei den Arbeitnehmern gut ankommen und kann sogar als „Identifikations-Booster“ dienen. „70 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass Kurzarbeit keinen negativen Impact auf die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben wird“, heißt es seitens StepStone. Dem gegenüber sind krisenbedingte Kündigungen eher Identifikations-Killer und können sich sehr negativ auf die Identifikation mit dem Arbeitgeber auswirken.

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