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Wiener Startup er-stone: 400 Möglichkeiten, zwei Bausteine zusammenzustecken

Er-Stone im Einsatz © Lachner/Photosandmore.at
Er-Stones im Einsatz © Lachner/Photosandmore.at

Von Öko-Holz bis smart und vernetzt: der Spielzeugmarkt darf sich in letzter Zeit wieder vermehrt über Baustein-Innovationen freuen. Auch in Österreich, wo es mit er-stone einen neuen Player gibt. Der Grundbaustein ist eine Art Stift mit einer starken Verzahnung am Rand. Zwei dieser Steine kann man auf 400 verschiedene Arten zusammenstecken und so nahezu jede erdenkliche Form bauen – sogar zylindrische Gebilde sind möglich.

Der Erfinder, Erich Kollin, kommt ursprünglich aus Kärnten und pendelt heute für sein Startup zwischen Velden und Wien. Der Versicherungskaufmann wartete auf seine Pensionierung, um sich den Bausteinen nun vollständig widmen zu können. Angefangen hat alles mit Holzmodellen. Mittlerweile setzt Kollin auf einen speziellen Kunststoff, der auch zum Beispiel bei Kochgeschirr zum Einsatz kommt. Die Herausforderung in der Produktion: Alles muss millimetergenau sitzen, damit man die Steine zusammenstecken kann.

Wenige Steine, keine Anleitung

Er-stone bietet nur wenige verschiedene Grundbausteine und Räder. Egal wie kompliziert das Gebilde ist – es sind sogar meterhohe Schlösser denkbar – man muss nie lange nach einem bestimmten Baustein kramen. Bauanleitung gibt es keine, Kinder sollen kreativ werden. „Das Schöne am er-stone ist, dass Kinder keine Anleitung benötigen, sondern einfach drauflos basteln. Und gibt man Jugendlichen die Steine in die Hand, entstehen noch ausgefeiltere Kreationen“, findet Kollin. Für den Start empfiehlt das Jungunternehmen ein Set zu 100 Steinen, das in dem Online-Shop ab 48 Euro kostet.

Seit Ende 2011 ist Kollin mit seinen Bausteinen auf dem Markt. Und sie kommen sehr gut an, wie eine Sprecherin verrät. In rund 20 Prozent der österreichischen Kindergärten spielen Kids mit den er-stones. In der letzten Folge der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ versucht Kollin nun sein Glück bei Startup-Investoren: „Die Idee, bei der Sendung mitzumachen, hatte mein Sohn, der mich schnell überzeugt hat. Wir hoffen darauf, viele Menschen über den Bildschirm zu erreichen, die genauso eine Vorliebe fürs kreative Basteln haben wie wir“.

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