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Eloop: Wiener Startup bringt jetzt Tesla Model 3 auf die Blockchain

Eloop-Team mit Tesla-Fuhrpark. © Eloop
Eloop-Team mit Tesla-Fuhrpark. © Eloop

2021 kommt zusammen, was zusammen kommen muss. Nachdem Tesla ein 1,5-Milliarden-Dollar-Investment in Bitcoin getätigt hat, bringt jetzt auch ein Wiener Startup diese beiden Dinge näher zusammen. Der E-Carsharing-Anbieter Eloop ermöglicht es seinen Nutzern ab heute, 1. März, in Tesla Model 3 zu investieren. Sie können sich die so genannten Eloop One Token (EOT) kaufen und werden dann an den Umsätzen der Model 3 in der Carsharing-Flotte beteiligt. Das Startup zählt zur Zeit etwa 15.000 Nutzer.

Bereits im Sommer 2020 hat Eloop der Gründer Frederic Nachbauer, Leroy Hofer, Nico Prugger und Elias Önder damit begonnen, Elektroautos auf die Blockchain zu bringen. Bei einem ersten Token Sale für die Finanzierung von vier Autos vom Typ BMW i3 wurden 240.000 Euro eingenommen. Jetzt startet der nächste Token Sale, diesmal sollen 2 Tesla Model 3 tokenisiert werden, eingesammelt werden sollen dafür 170.000 Euro. Nutzer können ab 100 EOT investieren, ein Token entspricht 1,10 Euro.

Der Token Sale für die beiden Teslas ist für das Startup nur der erste Schritt hin zu einem massiven Ausbau der Flotte. Bis zum Sommer sollen mindestens 250 Fahrzeuge des amerikanischen E-Autoherstellers auf die Straßen Wiens bringen, und außerdem will man mit dem Carsharing-Modell auch nach Deutschland expandieren.

Eloop: Wiener Carsharing-Startup holt 240.000 Euro via Token Sale

Beteiligung an Fahrtumsätzen

„Wir glauben daran, dass Carsharing mehr ist, als Fahrzeuge über eine App zu vermieten. Sharing bedeutet für uns, dass wir nicht nur unsere E-Autos mit unseren KundInnen teilen, sondern auch die Fahrtumsätze, die dadurch erzielt werden“, so Mitgründer Leroy Hofer. Dieses Sharing der Fahrtumsätze funktioniert so: Die Umsätze der tokenisierten Autos werden in der Blockchain gespeichert. Dann werden Service-Kosten, Ladekosten, Parkgebühren und Versicherung abgezogen, und der Rest wird 50/50 zwischen den Nutzern, die Token haben, und Eloop aufgeteilt. Je mehr Token man hat, desto mehr vom Umsatz bekommt man.

War der Carsharing-Anbieter anfangs nur mit den kleinen BMW i3 unterwegs, so besteht die Flotte heute bereits hauptsächlich aus Teslas. Derzeit sind es 30 Autos in der Flotte, wobei mehr als die Hälfte Tesla Model 3 sind. Ab 1. April kommen 50 weitere Tesla Model 3 in den Fuhrpark. „Wir finanzieren mit dem Token keine Autos vor, sondern tokenisieren nur bestehende. Fuhrparkerweiterungen finanzieren wir meist klassisch mit Investoren und weniger mit Erlösen der Token Sales“, so Mitgründer Leroy Hofer. Das Wachstum in Wien und anderen europäischen Städten wird zum Großteil von Investoren getragen.

Zur Blockchain-Technologie: Eloop setzt anders als viele andere Projekte nicht auf Ethereum, sondern auf 0bsnetwork des kroatischen Gründers Srdjan Kupresanin, der von Wien aus arbeitet. Die Token laufen auf dieser Blockchain, sind aber noch nicht auf internationalen Exchanges gelistet. Wer sie sich kauft, sollte also auch wissen, dass es technisches Know-how verlangt, um die TOken über 0bsnetwork wieder zu verkaufen.

Eloop: Wiener Startup beginnt mit der Tokenisierung von Elektroautos

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