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Eloop: Wiener Carsharing-Startup holt 240.000 Euro via Token Sale

Carsharing von Elektroautos mit Eloop. © Eloop

Eigentlich wäre der Token Sale noch bis zum 27. Dezember gelaufen – aber mehr als einen Monat früher sind alle 240.000 EOT verkauft. „Wir konnten das Ziel schon viel früher erreichen“, freut sich Leroy Hofer, Co-Founder und CEO des Wiener Startups, das seit seiner Gründung immer wieder für ordentlich Aufsehen sorgt. Dieses Mal ist es der neuartige Weg, Elektroautos zu tokenisieren. Käufer des EOT-Token bekommen dabei eine Beteiligung am operativen Gewinn. Ein Token kostete einen Euro, ergo hat Eloop nun 240.000 Euro eingenommen.

Kurzer Rückblick: Das 2019 gestartete Wiener Startup hat Ende August damit begonnen, vier Autos in seiner Carsharing-Flotte vom Typ BMW i3 zu tokenisieren. Jedem Auto wurde ein Wert von 60.000 Euro zugerechnet, ergibt ein Zielvolumen von 240.000 Euro. Nun ist das Geld zusammen gekommen und soll in den weiteren Ausbau der jungen Firma fließen. „Ein Teil davon geht in die Fuhrparkerweiterung, ein weiterer Teil ins Marketing, und ein Teil in die Erweiterung des Teams“, sagt Hofer. Man wolle auch Software-seitig aufholen und etwa das Dashboard für die User verbessern.

„Als nächstes tokenisieren wir Teslas“

Die Käufer der Token haben übrigens die Wahl. Sie können die Gewinnausschüttung entweder in Cash auszahlen lassen, oder sie können es in freie Fahrminuten bei Eloop umwandeln. „Der Großteil der Token-Holder kommt aus Wien, die ihre Gewinne in Guthaben umwandeln lassen“, sagt Hofer. Generell sieht der Token vor, dass der operative Gewinn 50/50 zwischen Eloop und den Token-Inhabern geteilt wird. Gewinn gibt es dann, wenn ein Auto mehr Umsatz macht als der Betrieb pro Monat (ca. 500 Euro) kostet. „Das ist bis jetzt immer der Fall gewesen, jedes Auto hat jeden Monat Gewinne ausgeschüttet“, so Hofer.

Da der Token Sale derart gut angekommen ist, gibt es schon den Plan für einen nächsten. „Der nächste Schritt wird sein, dass wir Teslas tokenisieren“, sagt Hofer. Dazu wurden bereits mehrere Teslas in Shanghai bestellt. Für mindestens zwei soll bereits im Jänner 2020 ein Token Sale starten, bei dem Nutzer nach dem bereits bekannten Schema sich eine Gewinnbeteiligung an den populären Elektroautos kaufen können.

Darüber hinaus gibt es mit den Token weitere, ehrgeizige Pläne. „Wir wollen die Token am Sekundärmarkt anbieten“, sagt Hofer – sprich, auf einer Crypto-Exchange listen. Ziel sei, sich eine regulierte Crypto-Börse zu suchen, um Rechtssicherheit zu haben. Von so genannten Security Token Exchanges verspreche man sich in nächster Zeit einiges.

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