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Eloop: Das Startup mit dem Tesla-Carsharing holt Millionen-Investment

Eloop-Team mit Tesla-Fuhrpark. © Eloop
Eloop-Team mit Tesla-Fuhrpark. © Eloop

Lange waren sie die Kleinen neben dem großen Carsharing-Anbietern aus dem Ausland, aber das wird sich bald ändern: Im Zuge einer Finanzierungsrunde nimmt das Wiener Startup Eloop (vormals Caroo Mobility) eine Millionensumme auf – und wird damit seine Autoflotte in Wien bis Sommer 2021 auf stolze 200 Tesla Model 3 ausbauen. Als Investoren kommen eine Tochterfirma der Grazer C&P Immobilien AG sowie der European Super Angels Club (ESAC),  der von Venionaire Capital betrieben wird, an Bord und lassen eine Millionensumme springen.

„Es ist cool, wenn man Investoren findet, die die Reise hinter sich haben und etwas von null auf internationalisiert haben“, sagt Leroy Hofer, einer der Mitgründer von Eloop, im Gespräch mit Trending Topics über die Macher der Immobilienfirma, die an Bord gekommen sind. Zwar sei man mit Hilfe der Token Sales (Trending Topics berichtete) gut unterwegs gewesen, aber am Ende hätte man dann doch auch klassisches Risikokapital gesucht, um schneller zu wachsen. „Der Token Sale war ein super Mittel, um die Flotte zu vergrößern, aber damit das Ganze noch schneller geht, war es notwendig, auch Risikokapital aufzunehmen“, sagt Hofer.

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Luxusprobleme suchen Lösung

Nun geht es also daran, die Eloop-Flotte regelmäßig um dutzende neue Model 3 aufzustocken. „Wir haben schon den Großteil der Autos bestellt. Es ist ambitioniert, aber realistisch, dass wir im Sommer bereits 200 Autos in Wien unterwegs haben“, sagt Hofer. „In Österreich sind wir dieses Jahr wohl der größte Importeur von Tesla-Autos.“ Die Nachfrage sei gegeben: Rund 15.000 Nutzer zählt der Carsharing-Dienst derzeit. „Wir haben das Luxusproblem, dass wir oft gar keine Autos zur Verfügung haben, weil alle in Verwendung sind.“ Dementsprechend mehr Autos auf der Straße bräuchte man.

Bei einer jungen, Tech-affinen Zielgruppe, die auch mit Krypto-Assets etwas anfangen kann, punktet Eloop sicherlich. In den vergangenen Monaten konnten sie sich Eloop One Token (EOT) kaufen und werden mittels Tokenisierung der Autos an den Umsätzen beteiligt, die diese erwirtschaften. Mehr als 1.000 Token-Halter gibt es mittlerweile – was im Umkehrschluss auch bedeutet, dass das Gros der User „normale“ Nutzer sind.

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„Die Autos verdienen Geld“

Für die Investoren aber wohl am wichtigsten: „Die Autos verdienen Geld, es ist nicht so, dass Carsharing ein Minusgeschäft ist“, sagt Hofer. „Die Unit Economics sind hochgradig positiv.“ Das kann auch damit zusammenhängen, dass Eloop-Carsharing gerne für längere Fahrten in Anspruch genommen wird. „Wir wollen „kein Öffi-Ersatz, sondern ein Privatauto-Ersatz sein und incentivieren über das Pricing längere Fahrten“, sagt Hofer. Eine durchschnittliche Fahrt dauere mehrere Stunden.

Wenn Wien erobert ist – und da schaut es für Eloop als einzigen reinen Elektroauto-Sharer gut aus -, dann soll die Expansion in Deutschland erfolgen. Hofer nennt München, Hamburg und Berlin als mögliche Städte, in denen man als nächstes launcht. „In Österreich eignet sich aufgrund der Größe eigentlich nur Wien“, sagt er. Nach Deutschland sei dann ganz Europa interessant. „Prinzipiell ist jede Großstadt, die ein vernünftiges Ladenetz hat, mit plus einer Million Einwohner möglich.“

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