Channel

Mobility

E-Mobility

easelink: Kabellose Ladetechnologie für E-Autos aus Graz soll heuer in Serienproduktion gehen

"Matrix Charging" von easelink. © easelink
"Matrix Charging" von easelink. © easelink

Heute werden Elektroautos noch mit einem Kabel geladen, das der Fahrer am Wagen einsteckt. Doch wenn Autos künftig selbst fahren und parken können, braucht es aller Voraussicht nach einen anderen Weg, um die Akkus mit Energie zu füllen. Das Grazer Startup easelink (Trending Topics berichtete) von Gründer Hermann Stockinger hat dafür „Matrix Charging“ entwickelt. Ein Auto wird dabei über eine Bodenplatte sowie einen Konnektor-Rüssel, der von der Unterseite des Autos ausfährt, geladen. So soll es künftig möglich sein, dass E-Autos vollautomatisch ohne Zutun eines Menschen geladen werden können – einfach, indem es über einer Bodenplatte parkt.

Konduktion statt Induktion

Auf der „Bejing Auto Show 2018“, die derzeit in der chinesischen Hauptstadt über die Bühne geht, zeigt easelink seine Technologie anhand eines Konzeptfahrzeugs des chinesischen Autoherstellers WEY, einer Marke von „Great Wall Motors“ (GWM). Da die Grazer Firma auf Konduktion (Konnektor und Bodenplatte berühren sich) anstatt auf Induktion (kontaktlose Energieübertragung) setzt, will man eine Effizienz von mehr als 99 Prozent erreichen. Induktive Lösungen kommen laut Stockinger nicht einmal auf ein Viertel dieser Werte.

„Massentauglich“

„Wir treffen aktuell vorbereitende Maßnahmen für eine GWM-Serienproduktion mit unserer Technologie“, sagt Stockinger. Noch heuer könnte die Produktion starten. Da GWM bereits zum dritten Mal auf Fachmessen gemeinsam auftritt, rechnet sich easelink große Chancen auf einen Deal aus. Auch europäische Autohersteller sollen an der Technologie interessiert sein. Jens Steingräber, Chef der chinesischen Premium-Marke WEY und zuvor Manager bei Audi, bezeichnet die Technologie bereits als „massentauglich“. „Pad und Konnektor sind als System im Vergleich zu bestehenden und absehbaren Ladelösungen um ein Vielfaches günstiger“, so Steingräber. Dezidiertes Ziel der Steirer: „Matrix Charging“ soll zum internationalen Standard für das Laden von E-Fahrzeugen werden.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen