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Österreich

Förderung von Elektro- und Wasserstoffautos wird auf 5.000 Euro erhöht

Eröffnung der E-Ladestelle in 1190 Wien, Billrothstraße 42 © Wien Energie/FOTObyHOFER/Christian Hofer, 21.6.2018
Eröffnung der E-Ladestelle in 1190 Wien, Billrothstraße 42 © Wien Energie/FOTObyHOFER/Christian Hofer, 21.6.2018

Möglichst viele Pendler auf den Öffentlichen Verkehr bringen ist ein Ziel von Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), aber klar ist ihr auch: „Das Auto wird weiterhin eine Komponente des Möbilitätsverhalten der Menschen, gerade am Land, bleiben“, sagte Gewessler am Montag vormittag bei einer Pressekonferenz in Wien. Deswegen sei es wichtig, so rasch wie möglich emissionsfreie Fahrzeuge zum Standard machen. Nur so könne man die EU-Flottenziele erreichen.

Und so wird die staatliche Förderung von E-Mobilität bereits ab dem 1. Juli 2020 erhöht. Bei der Neuanschaffung von E-Fahrzeugen mit 100 Prozent Strom bzw. Wasserstoff aus erneuerbaren Energieträgern durch Private, Betriebe, Vereine und Gebietskörperschaften gibt es künftig eine Förderung von 5.000 Euro statt wie bisher nur 3.000 Euro. Die Grenzwerte für Privatpersonen liegen bei 50.000 Euro Brutto-Listenpreis (Basismodell), für Firmen bei 60.000 Euro. So fällt auch die heute günstigste Variante des Tesla Model 3 in die Förderung, dieses kostet in Österreich 46.700 Euro.

Plug-In Hybride (PHEV) und Range Extender (REX, REEV) bekommen eine Förderung von maximal 2.500 – vollelektrische Autos werden damit also deutlich höher gefördert.

Förderung auch rückwirkend möglich

Die Automobilimporteure fördern den Kauf eines Neuwagens (auch Vorführmodelle bis 12 Monate gelten) mit 2.000 Euro, das BMK mit 3.000 Euro. Auch wichtig zu wissen: Alle Fahrzeuge, die vor 1. Juli gekauft, aber noch nicht ausgeliefert wurden, kommen ebenfalls in den Genuss der Förderung. Und: Man muss belegen, dass das Auto mit sauberem Strom geladen wird.

Die E-Mobilitäts-Förderung wird auch für weitere Fahrzeuge erhöht:

  • E-Moped: 800 statt wie bisher 700 Euro
  • E-Motorrad: 1.200 statt wie bisher 1.000 Euro
  • E-Lastenfahrrad: 650 statt 400 Euro

Auch die Förderung der Ladeinfrastruktur wird vergrößert, und zwar wie folgt: Für Privathaushalte wird es mit 600 Euro für Heimladestationen eine Verdreifachung geben, außerdem wird die Förderung für Mehrparteienhaushalte, die eine Ladestation einrichten, auf 1.800 Euro erhöht.

Laut Gewessler wird das Budget, das der E-Mobilitäts-Offensive schon bisher gegeben wurden, wird damit ausgebaut. Im Herbst wird die Fortsetzung der Förderungen ausgearbeitet. Man wolle insgesamt an „allen Hebeln“ drehen, die eine Veränderung im Mobilitätsverhalten im Sinne der Umwelt bewirken.

Deutschland als Vorbild

Wie berichtet hat auch Deutschland dieses Jahr die Förderung von E-Autos deutlich erhöht – dort wurde eine Kaufprämie für E-Autos mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro von 3.000 auf 6.000 Euro angehoben.

Wir bei Trending Topics freuen uns jedenfalls über die Neuigkeiten – erst vor kurzem haben wir in einem Meinungsbeitrag argumentiert, warum jetzt eine Kaufprämie für Elektroautos eine gute Idee ist.

+++ Eine Kaufprämie für reine Elektroautos ist jetzt eine gute Idee +++

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