Channel

Startups

Event-Nachbericht

E-Commerce Experts Conference in Wien: “Go international” als Aufgabe und Herausforderung

© Valerie Maltseva
© Valerie Maltseva

Von der Corona-Pandemie haben Online-Händler:innen weltweit gewaltig profitiert. Durch geschlossene Geschäfte in den Einkaufsstraßen, tätigten die Menschen ihre Einkäufe verstärkt per Mausklick im Internet. Dass der Onlinehandel boomt, zeigte sich bei der diesjährigen E-Commerce Experts Conference in Wien, die am 6. und 7. Oktober 2021 von der Digitalagentur Overdose als Hybrid-Event veranstaltet und in den Wiener Büroräumlichkeiten des Technologieunternehmens CRIF übertragen wurde.

Große Bandbreite an Branchen

Große Shopsystem-Anbieter bis hin zu Newcomern: Die Palette der teilnehmenden Unternehmen war auch heuer breit aufgestellt. Wenn nur große Unternehmen etwas über ihre Arbeit erzählen, sei das laut Veranstalter Stephan Grad, Strategic Director bei Overdose, wenig hilfreich für kleinere Händler:innen. „Wir versuchen immer einen guten Mix aus größeren Unternehmen zu nehmen und vielen, die das schon ein paar Jahre machen, aber immer noch so zehn, zwanzig, dreißig Leute sind. Es gibt viele Hidden Champions. Mit denen wollen wir sprechen, denn die haben wirklich spannende Geschichten zu erzählen“, erklärt Grad im Gespräch mit „Trending Topics“.

Wie in den vergangenen Jahren nutzten Branchenvertreter:innen die Veranstaltung dazu, sich über ihre Arbeit austauschen. In Keynotes und Workshops berichteten sie darüber, was sie in den vergangenen Jahren gelernt haben. Mehr als 30 Sprecher:innen aus unterschiedlichen Branchen standen heuer auf dem Programm. In ihren Vorträgen erzählten Onlinehändler:innen offen über ihre Arbeit, aber auch über Probleme im Geschäftsalltag und Learnings, die sich daraus ergeben haben. Zu den Vortragenden gehörten dieses Jahr unter anderem Carina Urban-Dasgupta von Humanic (Leder & Schuh AG), Cornelia Diesenreiter (Unverschwendet), Marcus Ihlenfeld (woom), Laurenz Wenning (Shopware) und Thomas Bernik (Rebike Mobility).

Internationalisierung im Fokus

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Internationalisierung. Insbesondere Online-Händler:innen steht durch das Internet prinzipiell ein weltweiter Markt offen. Potenziell sechs Milliarden Kund:innen könne man laut Stephan Grad als E-Commerce-Händler:in erreichen. Dabei ginge es darum, als Händler:in über den DACH-Raum hinauszudenken. „Nach Deutschland zu  gehen ist keine Internationalisierung. Deutschland ist sehr ähnlich zu Österreich. Das ist der einfache Weg“, erklärt Grad. Eine Herausforderung sei es für Unternehmen vor allem dann, wenn sie ihre Geschäfte nach Frankreich, Großbritannien oder die USA ausweiten wollen. Dazu gehöre viel Basisarbeit, etwa das Marketing oder die steuerlichen Themen länderspezifisch zu adaptieren.

Abo- und Sharing-Modelle liegen im Trend

Abseits der Internationalisierung waren bei der Konferenz auch Unternehmen vertreten, die Abo- und Sharing-Modelle anbieten. Eines der teilnehmenden Unternehmen war das deutsche Start-Up Rebike Mobility, das in seinem Onlineshop Premium-E-Bikes zum Kauf, aber auch zum Abonnieren und Verleihen anbietet. „Der E-Bike-Markt boomt und wir sehen ein großes Potenzial der E-Bikes auch für Pendler:innen. Auf kurzen Strecken können sie Autos vollständig ersetzen. Das erkennen auch immer mehr Unternehmen, die ihren Mitarbeiter:innen Dienst-E-Bikes anbieten. Mit unseren Abo-Modellen unterstützen wir Unternehmen in ihrem nachhaltigen Handeln“, so Thomas Bernik, Gründer & Co-CEO im Rahmen der Konferenz.

Veranstalter Stephan Grad zeigte sich am Donnerstag zufrieden mit der Konferenz. „Die Keynote-Speaker haben wie in den vergangen Jahren sehr ehrlich erzählt. Also nicht nur: Wir sind alle die Größten, Schönsten, Besten, sondern was ist gut gegangen, was ist schlecht gegangen. Was hat nicht funktioniert, was sind Learnings“, sagt Grad. „Sie haben wirklich gute Geschichten erzählt, was wichtig ist in der Branche, welche Trends auf die Unternehmen zukommen und dass E-Commerce halt nicht einfach nur eine schöne Website ist. Da gehört alles ein bisschen mehr dazu.“

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen

Mehr von Trending Topics