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Drei: Doppelt so viel Internettelefonie und Social Media-Nutzung

Jan Trionow, CEO von Drei. © Drei
Jan Trionow, CEO von Drei. © Drei

Der Mobilfunkanbieter Drei lud heute zur virtuellen Pressekonferenz. Das Thema: Die Internetnutzung in Zeiten der Coronakrise. Internettelefonie und Social Media-Nutzung haben sich laut Drei im Halbjahr beispielsweise mehr als verdoppelt.

Bei Drei hätten die Kunden im gesamten ersten Halbjahr um ein Drittel mehr Daten verbraucht und um knapp ein Fünftel mehr telefoniert. Auf die Umsätze des Unternehmens wirke sich das nicht aus, immerhin haben „die meisten Kunden“ unlimitierte Tarifpakete. Trotz der Coronakrise sieht sich Drei fit für den weiteren raschen 5G-Ausbau im Herbst.

Internetnutzung stieg enorm an

Weitere spannende Zahlen aus der Phase des Lockdowns: Auf dem Höhepunkt der Krise haben die Drei-Kunden um fast zwei Drittel (63 %) mehr telefoniert und das Internet um ein Drittel intensiver genutzt. Während in vielen Lebensbereichen Normalität einkehrt, seien die meisten neuen Online-Gewohnheiten aber geblieben. So blieb die Nutzung selbst im Juli dieses Jahres deutlich über dem Verbrauch im Vorjahreszeitraum: Social Media +135 %, Messaging +36 % und Gaming +30 %. Beim Fernsehen via Drei TV stieg die Nutzung um ein Drittel, die Streaming-Nutzung allgemein legte um 15 Prozent zu.

Jan Trionow, CEO von Drei: „Coronakrise und Babyelefant hinterlassen in unserem Leben nachhaltige Spuren. Wir können jetzt schon sagen, dass Video- und Internet-Telefonie gekommen sind, um zu bleiben. Fast alle Drei-Business-Kunden haben in den vergangenen Monaten einen sichtbaren Digitalisierungssprung vollzogen. Wir sind stolz darauf, dass wir in dieser Phase bei Privatkunden Marktanteile gewonnen haben wie kein anderer Anbieter und wir die Kundenzahlen im Festnetz-Internet sogar um 18 Prozent steigern konnten.“

Leichter Umsatzrückgang

Der Gesamtumsatz lag im ersten Halbjahr 2020 mit 417 Mio. Euro allerdings um 1,9 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der praktisch vollständige Wegfall der Roaming-Einnahmen konnte laut Trionow durch zusätzliche Inlandsumsätze nur teilweise kompensiert werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBITDA) erhöhte sich – primär aufgrund bilanzieller Einmal-Effekte nach der Übernahme von Tele2 – um 5,1 Prozent auf 189 Mio. Euro; das Betriebsergebnis (EBIT) wuchs um 1,0 Prozent auf 114 Mio. Euro.

Doppelt so viele 5G-Masten bis Jahresende

Schnell weitergehen soll der 5G-Ausbau: Aktuell hat Drei 140 5G-Sendeanlagen in Echtbetrieb in allen Bundesländern, bis Jahresende soll sich diese Zahl mehr als verdoppeln. Beinahe flächendeckend versorgt sind bereits Linz und Wörgl. Dazu kommen weite Teile von Wien und Wien-Umgebung bis Bad Vöslau. Für den flächendeckenden Ausbau seien allerdings noch einige Maßnahmen notwendig: „Um den 5G-Turbo zu zünden, braucht es jetzt rasch noch mehr Koordination zwischen Telekomindustrie, Bund, Ländern und Gemeinden. Jeder Euro, den wir jetzt in die Digitalisierung investieren, wirkt doppelt und dreifach.“

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