Channel

Ecosystem

Studie

Digital Banking: Österreicher gegenüber Google, Facebook und Fintechs sehr ablehnend

Online-Banking mit George. © Erste Bank
Online-Banking mit George. © Erste Bank

Gegenüber Innovationen sind die Österreicher, das ist keine große Überraschung, sehr aufgeschlossen. Doch wenn es ums Online-Banking und digitale Finanz-Dienste geht, dann vertrauen sie derzeit vor allem den heimischen Banken und nicht großen US-Playern oder Fintech-Startups. Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative Integral-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen, die heute präsentiert wurde.

Die Umfrageergebnisse zeigen eine große Skepsis der Österreicher gegenüber US-Internet-Konzerne, die immer stärker in den Finanzbereich vordringen. Bei Amazon meinen 83 Prozent, dass sie dort keine Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen wollen, bei Google sind es 87 Prozent, und Facebook hat mit 95 Prozent die höchste Ablehnung. Zu Apple gibt es keine Ergebnisse – so bleibt abzuwarten, wie die Österreicher auf den Start von Apple Pay, der in den nächsten Monaten erwartet wird, reagieren werden (Trending Topics berichtete).

„Respekt vor diesen Playern nicht verlieren“

Gegenüber Fintech-Startups zeigen sich österreichische Internetnutzer ebenfalls ablehnend – 8 von 10 finden sie nicht interessant. „Trotzdem darf man den Respekt vor diesen Playern nicht verlieren“, sagt Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank Österreich. „Das ist eine Momentaufnahme. Wir wissen aber, wie schnell sich das ändern kann, wenn entsprechende Angebote erst einmal in den Alltag der Menschen integriert sind.“ Gerade Fintech-Startups wie N26 oder Revolut dringen derzeit in den Online-Banking-Markt vor und locken Kunden mit Gratis-Angeboten und Smartphone-Apps.

Die Erste Bank sieht sich gegenüber den „Challenger Banks“, wie Fintech-Startups wie N26 (1 Mio. Nutzer) oder Revolut (1,7 Mio. Nutzer) auch gerne genannt werden, gut aufgestellt. 2015 startete man mit George eine digitale Banking-Plattform, die derzeit von rund 2,5 Millionen Kunden in vier Ländern (Österreich, Tschechien, Slowakei und Rumänien) genutzt wird. „Wir werden Ende des Jahres rund drei Millionen Kunden in vier unserer Länder haben“, so Peter Bosek, Chief Retail Officer der Erste Group. 77 Prozent der George-Nutzer loggen sich via Smartphone in ihren Bank-Account ein.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen