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Befragung

Diese AI-Lösungen wünschen sich Wiener von ihrer Stadt

Die autonomen Busse in der Seestadt Aspern © Wiener Linien/Manfred Helmer
Die autonomen Busse in der Seestadt Aspern © Wiener Linien/Manfred Helmer

Bis Ende des Jahres will die Stadt Wien eine eigene Strategie für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz erarbeiten. Damit käme die Hauptstadt dem Bund zuvor, der eine Arbeitsgruppe einrichtet, die bis Herbst 2019 Zeit hat, sich eine AI-Strategie zu überlegen. Wien geht einen anderen Weg und will die Bürger in den Arbeitsprozess einbinden.

Ideen-Plattform für Bürger

Auf partizipation.wien.at können „Ideen und Vorschläge für die Stadt Wien“ zum Thema Künstliche Intelligenz eingereicht, bewertet und kommentiert werden und zwar noch bis 31. Dezember. Darauf macht das Wiener Unternehmen WeAreDevelopers in einer Aussendung aufmerksam – WAD hält derzeit gemeinsam mit Microsoft Österreich eine Entwicklerkonferenz zum Thema Artificial Intelligence in Wien ab.

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Wiens AI: WienBot, selbstfahrende Busse, intelligente Verwaltung

„In der öffentlichen Verwaltung in Österreich schreitet die Digitalisierung im EU-Vergleich langsam voran, dies soll sich allerdings in den nächsten Jahren ändern“, heißt es in der Aussendung. Untätig war Wien bisher in diesem Bereich allerdings nicht. Eines der bekanntesten Projekte ist der WienBot, ein Chatbot, der natürlichsprachlich Fragen von Bürgern zu hunderten Themen rund um die Stadtverwaltung beantworten kann.

Für viel Aufmerksamkeit haben auch die öffentlichen Busse in der Seestadt Aspern gesorgt – sie fahren autonom, mit Fahrgästen unter Realbedingungen. Weniger bekannt ist vielleicht der Einsatz von AI-Technologien bei der klinischen Dokumentation des Wiener Krankenanstaltenverbundes, bei einer Callcenter-Software, die Mitarbeiter von Wiener Wohnen unterstützt und in der IT-Sicherheit der Stadt.

„Unser Ziel ist es, weitere innovative Services anzubieten, um künftig beispielsweise den Kundenservice noch weiter zu verbessern, Wartezeiten bei der Bearbeitung von Anliegen zu reduzieren oder die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen zu erhöhen“, sagt Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ). Die Ideen, die über die Partizipations-Plattform der Stadt eingereicht werden, sind dabei sehr praxisnahe.

Die Ideen: U-Bahn Füllstand, WienBot

Mit neun Stimmen kommt ein Vorschlag für die Wiener Linien bisher am besten an: U-Bahn-Stationen sollen Fahrgäste informieren, an welcher Stelle des Bahnsteigs sie sich positionieren müssen, um im kommenden Zug gut unterzukommen. „Da der Innenraum der U-Bahnen der Wiener Linien eh per Video überwacht wird, könnte man mit Hilfe maschineller Bilderkennungsverfahren gleichzeitig die Menge an Menschen in den einzelnen U-Bahn Wagen abschätzen“, schreibt „Gundula“ in ihrem Vorschlag. Diese Informationen sollen an die nächste Haltestelle übermittelt werden, damit jene Positionen am Bahnsteig gekennzeichnet werden können, an denen man in einen weniger gut gefüllten Waggon einsteigen kann.

Mit sieben Stimmen wurde eine ebenfalls interessante Idee bewertet, nämlich die zu einem Chatbot für Fragen zu Behördenwegen – wohl ein deutliches Signal, dass die Stadt Wien mit dem WienBot bereits ins Schwarze getroffen hat. Ein weiterer Nutzer wünscht sich einen speziellen Bot, der beim Ausfüllen von Online-Formularen hilft.

AI-Ampeln: mehr oder weniger Verkehr?

Das Thema „Intelligente Ampelsteuerung“ polarisiert unter der kleinen AI-Community auf der Plattform offenbar. Die Idee von „Mika77“, Autos durch eine intelligente Ampelsteuerung schneller durch die Stadt zu leiten, gefällt „jgfNANNY“ nicht, weil dadurch mehr Menschen motiviert werden können, mit dem Auto zu fahren.

Insgesamt wurden bisher 13 Ideen von 23 Nutzern eingereicht, 45 Stimmen abgegeben und fünf Kommentare hinterlassen.

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