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EY Startup Barometer

Diese 3 Zahlen zeigen, wie wenig Risikokapital Startups in Österreich bekommen

© Christian Dubovan via Unsplash
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Die Unternehmensberater von EY haben wieder Startup-Finanzierungsrunden in ganz Europa analysiert und kommen zu einer positiven Bilanz: Europäische Startups lukrierten 2018 um elf Prozent mehr Risikokapital, und auch die Zahl der einzelnen Runden stieg um 15 Prozent. In absoluten Zahlen flossen in 4.199 Runden 21,3 Milliarden Euro. Auch in Österreich stiegen Kapital und Zahl der Runden.

Österreich auf Rang 15

2018 sicherten sich österreichische Unternehmen, die jünger als zehn Jahre alt sind, 173 Millionen Euro – rund ein Viertel mehr als im Jahr davor. Die Zahl der Runden verdoppelte sich auf 71. In Europa liegt Österreich damit auf Rang 15. Das klingt gemessen an der Größe des Landes passabel. Im direkten Vergleich mit der Schweiz und Deutschland ergibt sich allerdings kein ganz so gutes Bild. Diese fünf Zahlen aus dem EY Startup Barometer zeigen, wie wenig Risikokapital in Österreich wirklich fließt:

1. Kleine größte Investmentrunden

In Deutschland haben die größten zehn Finanzierungsrunden ein Durchschnittsvolumen von 158 Millionen Euro. In der Schweiz lag das Volumen der Top 10 Deals im Schnitt bei 63 Millionen Euro. Österreichs Top 10 kommen gerade einmal auf durchschnittlich 14 Millionen Euro. Thomas Gabriel, Partner und Leiter Start-up bei EY Österreich: „Es fehlen hierzulande noch die ganz großen Ideen für die ganz großen Kapitalspritzen“.

2. Weniger als ein Prozent vom Kuchen

Von den 21,3 Milliarden Euro, die Investoren in europäische Startups gesteckt haben, haben sich österreichische Jungunternehmen nicht einmal ein Prozent gesichert. „Der Anteil Österreichs an der Wirtschaftsleistung liegt hingegen erheblich über zwei Prozent. Hier zeigt sich eine Lücke, die es im Sinne des Wirtschaftsstandorts Österreich zu schließen gilt“, so Gabriel.

3. Wien rutscht aus Top 20

Wien ist im europäischen Städte-Ranking bei Risikokapital als den Top 20 gerutscht. Das Investitionsvolumen ist in der österreichischen Hauptstadt von 119 Millionen Euro (2017) auf 104 Millionen Euro (2018) gesunken: Platz 26. Und das, obwohl die Zahl der Runden von 23 auf 43 gestiegen ist. In Paris flossen 2018 2,5 Milliarden Euro in Startups. Das ist 24 Mal so viel wie in Wien. Die französische Hauptstadt liegt in Europa auf Platz drei nach London (5 Mrd. Euro) und Berlin (2,6 Mrd. Euro).

+++ Zu den größten Investment-Deals in Österreich 2018 +++

© EY
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