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Die Höhle der Löwen: „Jetzt wird die Twitter-Gemeinde wieder lachen“

© TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Zwei Brüder versuchten in der neunten Folge dieser Staffel als Erste ihr Glück. Die Idee: Individuell gestaltbare Sitzbezüge für jede Art von Autositz. Die Löwen konnte die Idee nur bedingt überzeugen.

500.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile von „Drive Dressy“ wollen die beiden Brüder Laurenz und Leonhard Krieger. Die beiden arbeiten seit vier Jahren an speziellen Sitzbezügen, die hautfreundlich, leicht montierbar und passgenau sein sollen und außerdem vom TÜV geprüft sind. Der Clou: Der Kunde soll das Design individuell gestalten können. 350 Euro soll ein Komplettset kosten, derzeit produzieren die beiden Brüder noch in sehr geringen Stückzahlen. Alles kein Problem, die Bewertung ist den Löwen allerdings ein Dorn im Auge.

Carsten Maschmeyer prescht vor: „Ihr seid noch sehr, sehr am Anfang“. Die Bewertung ist ihm dafür zu hoch. Ein Art Initialzündung, nach und nach verabschieden sich auch die anderen Investoren mit einer ähnlichen Begründung. Einzig Georg Kofler scheint die Idee zu gefallen, letztlich hat aber auch er Zweifel an der Zielgruppe (stilbewusste Damen zwischen 18 und 34) und der Bewertung. Kein Deal.

Nie wieder schiefe Bilder

Der nächste Kandidat heißt Alexander Jentzmyk und möchte ein Investment für sein Produkt „Drillstamp„. 100.000 Euro benötigt er, hergeben würde er dafür 25 Prozent seines Unternehmens. Der Drillstamp hilft beim punktgenauen Bohren von Löchern für Bilderrahmen, Wandregale und alles, was senkrecht hängen soll. Die kleine Erfindung wird in die jeweiligen Aufhängevorrichtungen montiert und das Bild wird dort, wo es hängen soll, an die Wand gedrückt. Durch eine Feder markiert ein kleiner Stift an der Wand dann den richtigen Punkt zum Bohren.

Die Löwen scheinen nicht begeistert, Glagau hätte sich mehr erwartet, Kofler sieht keinen Einsatzzweck und auch Dagmar Wöhrl verabschiedet sich. Carsten Maschmeyer erzählt hingegen freimütig von seinen Ferienhäusern und wie oft er dort Bilder tauschen müsse. „Jetzt wird die Twitter-Gemeinde wieder lachen“, schließt er wohl nicht ganz unrichtig. Für ein Investment reicht es dennoch nicht. Komplett konträr dazu zeigt sich Dümmel abschließend begeistert: „Ich verstehe die Diskussion nicht“, das Produkt würde auf jeden Fall ein Problem lösen. Für 30 % der Anteile verspricht er seine Hilfe. Deal.

Hybrid aus Citybike und Lastenrad

Convercycle“ heißt das nächste Produkt, das schon vor dem Auftritt des Erfinders ob seines Namens für Rätselraten sorgt. Das „veränderbare“ Fahrrad lässt sich mit einem Handgriff gewissermaßen verlängern und bietet dann eine Ladefläche. Die drei Gründer David, Richard und Hubertus zeigen das recht ansehnlich mit einer Bierkiste. Gregor Kofler probiert das Rad sogar und hat, nach anfänglichen Schwierigkeiten, durchaus seine Freude daran. 1.799 Euro soll das Fahrrad ohne Elektromotor im Handel kosten, 2.799 Euro die Variante mit Motor. Das Geld benötigen die Gründer für die rasche Erweiterung der Infrastruktur, Anfragen würde es nämlich aus der ganzen Welt geben.

Das gefällt alles, die Gründer wollen aber auch strategische Hilfe und haben laut eigener Aussage etwas Angst, jetzt Fehler zu machen. Ralf Dümmel ist angesichts dieser Tatsache die Bewertung zu hoch: „Hättet ihr einfach nach Working Capital gefragt, wäre das eine andere Sache gewesen“. Die restlichen Löwen sehen das ähnlich, formulieren aber abgeändert. Maschmeyer ist der nach schlechten Erfahrungen außerdem der Markt zu schwierig. Lob gibt es zwar von allen Seiten, einen Deal letztlich aber nicht.

+++Die Höhle der Löwen: „Ich bin mir zu 99 Prozent sicher, dass das kompletter Schwachsinn ist“+++

Süße Schneeanzüge

In eine ganz andere Richtung geht der nächste Pitch. Antje Ribau ist Schneiderin und Designerin und hat den Schneeanzug neu erfunden. „WeeDo“ heißt ihr Unternehmen, von dem sie 20 Prozent für 100.000 Euro abtreten würde. Der Auftritt mit vielen Kindern und einer Schneeballschlacht gefällt, das Produkt ebenfalls. Die Gründerin war kreativ: Die Schneeanzüge in Tier- und Monsterformen verfügen über eine Toilettenfunktion und befestigte Handschuhe. Beim Schildkröten-Anzug lässt sich der Panzer abnehmen und als Rucksack oder Schlitten verwenden. Alle Anzüge wachsen darüber hinaus um bis zu sechs Zentimeter mit.

Frank Thelen ist dennoch nicht begeistert, was an der Branche liegt, so sagt er zumindest. Dagmar Wöhrl freut sich: „Wir brauchen mehr junge Frauen mit dem Mut, sich selbstständig zu machen“. Das Produkt gefällt ihr auch, der Markt allerdings wie Frank Thelen nicht: „Nischenprodukt“, „Saisongeschäft“ – „Ich bin raus.“. Auch Ralf Dümmel verabschiedet sich, auch er sieht sich in anderen Bereichen. Judith Williams empfiehlt, weiterhin mit den bestehenden Händlern zu arbeiten. Viel Lob, aber noch kein Deal. Den verspricht dann Georg Kofler: „Wissen Sie was? Ich mach das“. 30 Prozent möchte der Löwe dafür haben, 30 Prozent bekommt er.

Der jüngste Gründer der Show

Der letzte Kandidat schickt seinen Vater vor: Schüler Max ist 17 und hat gemeinsam mit seinem Vater „Plantbreak“ gegründet. Der Gründer folgt nach der Vorstellung durch Papa und präsentiert sein Produkt. Bei Plantbreak handelt es sich um eine Fertigbackmischung für einen gesunden, veganen Energieriegel. Max war auf dem Weg zum Fußballprofi, gesundheitliche Beschwerden verhinderten aber die große Karriere. Die frei gewordene Zeit investierte er in Weiterbildungen zum Fitnesstrainer und zum Ernährungsberater. Seine Vita begeistert die Löwen, beim Geschmackstest kommt dann aber weniger Jubel auf. „Zu trocken“, heißt es fast unisono.

Gleiche Meinung auch bei der Frage nach einem etwaigen Investment: Frank Thelen ist das Unternehmen zu jung, auch Carsten Maschmeyer findet ein Investment noch zu früh. „Bleibt vorerst noch familiär“. Auch Dagmar Wöhrl argumentiert ähnlich, Judith Williams ist hin- und hergerissen und kritisiert abermals den Geschmack. Für ein Investment reicht das nicht. Das bekommen die Gründer dann vom letzten verblieben Löwen. Ralf Dümmel schmecken die Riegel, er bietet 100.000 Euro für 25 Prozent. Der junge Gründer hat seinen Deal.

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