Content Marketing

Die 9 wichtigsten Trends im Content Marketing für 2017

Content Marketers werden immer professioneller - wir helfen auch euch das Beste aus euren Inhalten rauszuholen © Matthew Guay / Unsplash
Content Marketers werden immer professioneller - wir helfen auch euch das Beste aus euren Inhalten rauszuholen © Matthew Guay / Unsplash

Zuerst die gute Nachricht: Die Anzahl der Content Marketer, die ihre Bemühungen als effektiv bezeichnen, ist im letzten Jahr von 30 auf 63 % gestiegen. Aber: Die meisten Shares und Likes im Content Marketing entfallen heute auf ein paar große Player, die ihr jeweiliges Thema online dominieren. Der Rest strampelt sich relativ ziel- und planlos ab.

Konsumenten haben gleichzeitig weniger Zeit und höhere Erwartungen an den Content, mit dem sie interagieren sollen: Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz und das Angebot überwältigend groß. Dementsprechend werden sich auch weiterhin nur diejenigen durchsetzen, die den besten Content zu ihrem Thema produzieren.

Wie das 2017 gelingt, erfährst du in unserer Übersicht über die 9 größten Trends für das Content Marketing im nächsten Jahr!

Die Top 9 Trends im Content Marketing 2017

1. Mehr Effektivität

Während einige Experten voraussagen, dass viele Unternehmen Content Marketing aufgeben werden, weil sie einfach nicht die gewünschten Erfolge erzielen, eröffnet dies mehr Chancen für diejenigen, die ihr Content Marketing professionalisieren. Nur 37 % der B2B Content Marketer haben eine dokumentierte Content-Strategie, 17 % haben gar keine. SEMRush veröffentlichte außerdem im Juli 2016, dass die Hälfte der untersuchten Websites SEO-Fehler wie Duplicate Content und fehlende ALT-Tags aufweist.

Es ist also strategisch und technisch noch immer jede Menge Luft nach oben – obwohl schon 93 % der Unternehmen Content Marketing betreiben! Das Content Marketing professioneller und vor allem effektiver zu gestalten, wird 2017 eine Hauptbeschäftigung der Verantwortlichen sein – z.B. mit Content Repurposing, gezielterer Bedienung von Nischen und besserer Vermarktung des produzierten Content.

2. Mehr Qualität

In der heutigen Content-Inflation ist es schwierig, Aufmerksamkeit zu erregen und aus dem Meer an Inhalten herauszustechen. Deswegen wird es für Content Marketer unumgänglich sein, über den Tellerrand der generischen 500-Wörter-Artikel zu blicken und WIRKLICH hilfreichen Content zu erstellen – und auch gekonnt zu vermarkten, um Ergebnisse zu erzielen. Die Devise lautet Qualität vor Quantität, und Long Form Content vor Clickbait!

Es geht außerdem von der Content Creation hin zu echtem Content Marketing: Anstatt mit den Inhalten nur Akquise zu betreiben, werden wir uns 2017 darauf konzentrieren, auch bestehende Besucher und Kunden bestmöglich mit Content zu servicieren und zu halten. Der Fokus wird stark auf der Distribution und Promotion der erstellten Inhalte liegen.

3. Mehr Personal

2017 werden 50 % der Unternehmen eine eigene Position für das Content Marketing geschaffen haben. Gleichzeitig wird sich der Kampf um Talente unter den Zulieferern verschärfen: Texter und Designer, die Content Marketing wirklich verstehen, können sich weiterhin auf mehr Angebote und höheres Honorar einstellen.

Es wird für Content Marketing 2017 mehr Budget, mehr Jobs und noch mehr Bedarf geben – weil die Unternehmen nicht nur mehr Output, sondern gleichzeitig auch besseren Content planen, der mehr ROI (Return of Investment) bringt. Nur wer 2017 Talent und Technologie vereinen kann, wird mit Content Marketing Erfolg haben.

4. (Live) Video

Der Marketing-Guru Guy Kawasaki gab als Antwort auf die Frage nach den 3 wichtigsten Trends im Content Marketing 2017: Live-Video, Live-Video und Live-Video. Video ist DER Megatrend für 2017. Immerhin wird 74 % des Traffics 2017 in Video-Form sein! Und nachdem YouTube zu Google gehört, wird Video-Content (übrigens auch auf Facebook) favorisiert und trägt somit zu größerer Reichweite bei.

85 % der Marketer sagten in einer Studie der Firebrand Group, dass sie positiven ROI von Video-Content erlebt haben. Laut HubSpot werden Videos auch am aufmerksamsten konsumiert! Live-Video über Facebook Live oder Snapchat bietet darüber hinaus noch den Vorteil, dass keine Produktionskosten anfallen: Einfach auf den Aufnahme-Button drücken, und los geht’s! Das sorgt auch für die nötige Authentizität, was uns zum nächsten großen Trend bringt:

5. Der Faktor Mensch

85 % vertrauen Content von anderen Menschen mehr als dem von Marken. Jeder Fan, Kunde und Mitarbeiter ist also ein Mini-Influencer! Content Marketing wird 2017 noch persönlicher, menschlicher und direkter. Dazu gehören:
• Storytelling (das Erzählen von Geschichten im Marketing)
• Employee Advocacy (Mitarbeiter als Markenbotschafter)
• User-generated Content (von Fans erstellter Marken-Content)
• Influencer Marketing (Kooperationen mit Blog & Social Media Stars)
• Purpose-driven Marketing (Marketing für den guten Zweck).
Besonders Influencer Marketing wird zurzeit besonders gehypt, weil es einen bis zu 11 Mal höheren ROI als traditionelle Werbung verspricht.

6. Paid Social & Promotion

2016 wurde als das Jahr des Adblockers bezeichnet. Im Kampf um die Aufmerksamkeit des Users wird Native Advertising weiterhin eine immer größere Rolle spielen. Und auch mit der Realität von Paid Social und Paid Promotion werden wir uns abfinden müssen: Facebook Ads und Werbung für Content zu schalten, ist zwar etwas paradox – schließlich war Content Marketing ursprünglich die Gegenbewegung zu klassischer Werbung, aber es funktioniert!

7. Visueller und interaktiver Content

Dass visueller Content gut ankommt, wissen wir schon lange. Content muss mittlerweile zwingend auch extra für Snapchat, Pinterest, Instagram und Co. aufbereitet werden. 2017 werden wir aber noch mehr Content-Arten produzieren, die möglichst interaktiv sein sollen: Statt in Form eines Blogartikels kommt der Inhalt jetzt immer öfter als Video, Webinar, Quiz, Game, Konfigurator, Kalkulator, Workbook oder Präsentation daher. Die Inhalte müssen nicht immer ein Evergreen sein, sondern dürfen auch kurz und vergänglich (wie ein Snapchat-Video oder eine Instagram Story) sein – Hauptsache aufmerksamkeitsstark und den User involvierend.

8. Personalisierung und Nischen-Content

Ein generischer, nichtssagender Blogartikel für breite Zielgruppen lockt bald niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Tiefergehender Content, der nicht nur an der Oberfläche kratzt, hebt Unternehmen jetzt vom Mitbewerb ab. Basierend auf soliden Daten wird der Content wertvoller für einzelne Zielgruppen, die vielleicht nicht so ein großes Volumen, aber dafür ein vielfach höheres Engagement haben.

Im Zusammenhang mit Marketing-Automatisierung und Leadgenerierung werden jetzt extrem maßgeschneiderte Angebote für kleine Teilzielgruppen erstellt, die ein spezielles Problem einer speziellen Leserschaft lösen. Die User wissen, dass wir ihre Daten haben, und erwarten zunehmend auch, dass wir diese einsetzen, um ihnen ein persönliches Erlebnis zu bieten – die sogenannte Content Experience.

Und: Nachdem die E-Mail viele Jahre lang totgesagt wurde, erlebt Newsletter Marketing gerade eine Renaissance und ist zurzeit das effektivste Tool, um Interessenten in zahlende Kunden zu verwandeln.

9. AR, VR, IoT und AI

Nein, hier ist keine Buchstabensuppe explodiert: Es geht um die zukunftsträchtigsten Technologien. Auch wenn Augmented und Virtual Reality 2017 vielleicht noch nicht den Markt durchdrungen haben, lohnt es sich für die Zukunft, diese Möglichkeiten im Hinterkopf zu behalten.

Der Hype um Pokemon Go hat 2016 gezeigt, dass die User bereit für neue Technologien sind. Virtuelle Wohnungsbesichtigungen sind schon genauso üblich wie 360-Grad-Videos von Hotels und Resorts. Auch das Internet of Things und Artificial Intelligence werden die Art, wie wir Content produzieren und verteilen, grundlegend verändern. Machine Learning wird ebenso die Tools, die wir im Content Marketing verwenden, verbessern und die Ergebnisse verfeinern.

Es kommen also spannende Zeiten auf uns alle, egal ob als Content Marketer oder als User, zu!

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