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Diagnosia: Wiener Ärzte-App bekommt hohes sechstelliges Investment von Hansmann und Speedinvest

Die Diagnosia-Manager Michael Mikesch und Lukas Zinnagl. © Diagnosia
Die Diagnosia-Manager Michael Mikesch und Lukas Zinnagl. © Diagnosia

43 Spitäler und mehr als 4.000 Ärzte sind es mittlerweile, die die Software des Wiener Health-Startups Diagnosia im Einsatz haben. Damit jetzt der Schritt in den großen deutschen Markt gelingt, hat das Management-Team Lukas Zinnagl und Michael Mikesch einen hohen sechsstelligen Investmentbetrag aufgenommen. Das frische Risikokapital stammt von Business Angel Hansi Hansmann, dem Wiener Startup-Fonds Speedinvest sowie GI Pharma. Neben Deutschland sollen noch weitere europäische Märkte auf der Roadmap stehen.

„Unser Ziel ist es, die weltweit führende App zu entwickeln: Nicht nur das beste Tool um Entscheidungen zu treffen, sondern langfristig den Arbeitsalltag von Ärzten zu revolutionieren und sein berufliches Leben digital, mobil abzubilden“, sagt Zinnagl. „Mit Deutschland erschließen wir nun den größten Gesundheitsmarkt in Europa.” Diagnosia gibt es in zwei Ausführungen: Zum einen als kostenlose App (iOS, Android) und zum anderen in einer „Enterprise“-Variante.

Mit der App können Ärzte den Barcode eines Medikaments scannen und bekommen dann Informationen zu Dosierung, Äquivalenzpräparaten oder Wechselwirkungen. Monetarisiert wird die App folgendermaßen: Sie beinhaltet E-Learning-Angebote und einen Chat-Kanal für fachliche Fragen an Spezialisten, und diese Integrationen können Pharma- oder Medizintech-Firmen sponsern. Die kostenpflichtige „Enterprise“-Version (je nach Paket ab 2.000 Euro pro Jahr bis zu großen sechsstelligen Beträgen) lässt sich in bestehende KIS- oder PDMS-Systeme integrieren. Aktuell arbeiten 12 Personen bei Diagnosia.

Die App von Diagnosia. © Diagnosia
Die App von Diagnosia. © Diagnosia

Ungewöhnlicher Weg

„Kostendruck seitens des Gesetzgebers, steigende Entwicklungskosten und eine neue Generation von Ärzten, die sogenannten “millenial doctors”, die mit dem Internet groß geworden sind und nicht mehr über klassische Vertriebs- und Marketingkanäle erreicht werden”, so Mikesch, seien die Gründe, warum die Software gerne von Spittälern lizensiert wird. In Österreich etwa arbeiten Uniklinikum Salzburg, die Tirol Kliniken oder das Haus der Barmherzigkeit mit Diagnosia.

Business Angel Hansi Hansmann ist bei Diagnosia bereits seit 2013 an Bord, als er gemeinsam mit anderen Angels mehr als eine Million Euro in das Startup investierte. Die 2011 gegründete Firma hat im Vorjahr außerdem den Arzneimitteldaten-Händler MedEval übernommen (Trending Topics berichtete) – ein in Österreich damals einzigartiger Schritt. 2015 musste sich Diagnosia in einem Rechtsstreit mit dem französischen Pharma-Riesen Sanofi auseinandersetzen: Sanofi war damals nicht mit der Klassifizierung seines Schmerzmittels Metamizole durch die Diagnosia-Software einverstanden. Die Klage wurde aber schließlich zurückgezogen, man einigte sich damals außergerichtlich.

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