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DHDL: Auftakt mit „Revolution am Fettmarkt“ und „stratosphärischen“ Bewertungen

Judith Williams mit der Jagua-Gründerin Janet Carstensen, die sich die Gesichter der Investoren auf die Arme "tätowiert" hat © TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Judith Williams mit der Jagua-Gründerin Janet Carstensen, die sich die Gesichter der Investoren auf die Arme "tätowiert" hat © TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Jetzt war er da. Dieser Moment, wenn eine Jungunternehmerin in einer TV-Show die Bühne betritt, das Jäckchen auszieht und die Gesichter der Investoren als Tattoos trägt. Startup-Investoren mit Groupies? „Gefällt euch das?“, fragt Janet Carstensen. Ein einhelliges Ja. „Diese Tattoos verschwinden wieder“, ergänzt sie lächelnd und sichert sich mit ihrem Hautfärbe-Gel „jagua“ ein Investment über 150.000 Euro.

Die Höhle der Löwen“ ist zurück und sorgt gleich in der ersten Folge für Emotionen zwischen Genie und Wahnsinn. Das Angebot reicht von der „Revolution am Fettmarkt“ über die beeindruckende Geschichte eines Beinahe-Profisportlers im Rollstuhl und seinen Kinderwagen-Ski bis hin zu einem gigantischen Computerspiel-Kasten für Fitnesscenter. Und der Teenager mit Silicon-Valley-Spirit darf natürlich auch nicht fehlen.

Mittendrin der „Neue“ unter den „Löwen“, wie die Investoren in der Startup-Show auf Vox genannt werden: Nils Glagau hat 2009 das Ruder bei dem Familienunternehmen Orthomol übernommen, das auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert ist. Jagua-Frucht-Tattoos sind sein erstes Investment – gemeinsam mit Beauty-Queen Judith Williams.

Silicon Valley? Wir sind hier in Deutschland

Der Abräumer der Show ist erst 19 Jahre alt. Beim Lernen für das Abitur hat er festgestellt, dass es keine für ihn geeignete Lern-App gibt. Also hat er ein Unternehmen gegründet und die App selbst auf die Beine gestellt. Beeindruckend, finden alle Investoren zu Recht. Denn „Skills4School“ hat bereits 35 Mitarbeiter und macht Umsätze. Leider zu wenig, um alle Mitarbeiter zu bezahlen. Gründer Rubin Lind will 700.000 Euro. Die Bewertung von 5 Millionen Euro findet er nicht überzogen.

Er war heuer im Silicon Valley, dort sei das ganz normal. Gelächter. „Wir haben hier aber den deutschen Markt“, erinnert ihn Georg Kofler. Die Bewertung findet der Medien-Unternehmer sogar „stratosphärisch“. Dann ärgert sich auch noch Tech-Investor Frank Thelen, dass Lind seinen CTO daheim gelassen hat und erklärt ihm, dass die Technologie hinter der App völlig veraltet ist. Investieren wollen die beiden Herren trotzdem, sogar die vollen 700.000 Euro.

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Bieterschlacht um Fettpulver

Wenn auch zu geringerer Summe, aber für mindestens genauso viel Bewunderung sorgten zwei Düsseldorfer Jungunternehmer. Johannes Schmidt und Deniz Schöne haben Fett pulverisiert. Einfach auf das Steak streuen und braten – mit weniger Fett und ohne lästige Ölspritzer. „Revolutionieren Sie mit uns den Fettmarkt“, sagt Schöne und trifft bei gleich vier Investoren ins Schwarze. Der erste Bieterwettbewerb der Show bricht los. Wer bietet mehr Geld für weniger Firmenanteile? Neuling Glagau erkennt sofort, worum es geht: „Ich möchte mich auch bei euch bewerben“, leitet er sein Angebot ein. Die Gründer von „Paudar“ beißen schließlich bei Handels-Mogul Ralf Dümmel an. Der investiert 200.000 Euro und ein „Rundum-Sorglos-Paket“ für das Produkt.

Weniger Glück hatte Hobby-Landschaftsfotograf Patrick Meyer. Er wollte als Kind Profi-Snowboarder werden. Als er gerade am besten Weg war, sein Ziel zu erreichen: Unfall. Rollstuhl. Weil Rollstuhl und Krücken leicht im Schnee einsinken und dort quasi unbrauchbar sind, hat er eine Art Mini-Ski für die kleinen Räder des Rollstuhls und einen Gelände-Aufsatz für Krücken entwickelt. Die Mini-Skier, „Wheel Blades“, kommen vor allem bei Kinderwagen-Fahrern gut an. Story, Design, Produktqualität – alle Investoren gratulieren. Am Ende fühlt sich in der „Nische der Nische“ dann aber doch keiner so richtig wohl.

Seiner Zeit voraus: der „Sphery Racer“

Die schrägste Idee tischten die drei Schweizer Stephan, Anna und Helko auf. Drei riesige Leinwände bilden eine Computerspiel-Umgebung, in der Fitnesscenter-Besucher spielerisch ein Trainingsprogramm absolvieren können. „Strech your whole body“, sagt die Computerstimme zu dem leicht überforderten Georg Kofler, der den „Sphery Racer“ nicht selbsterklärend findet. Die Lernkurve ist steil, erklärt die Erfinderin, kann aber nicht überzeugen. Der Markttest steht noch aus, lediglich ein Pilotprojekt mit einer Fitnesscenter-Kette in der Schweiz steht aktuell am Plan. Kofler glaubt nicht, dass das im Trend liegt. Im Fitnesscenter wolle man doch eher gemeinsam trainieren als alleine vor einem Computer.

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