Channel

Startups

Software

Deutsches Unicorn Teamviewer legt größten europäischen Börsengang des Jahres hin

© TeamViewer
© TeamViewer

Die deutsche Stadt Göppingen liegt nahe Stuttgart und verdankt es einem Startup, dass sie heute in aller Munde ist. Der Softwarehersteller Teamviewer ist eine der Erfolgsgeschichten der deutschen Startup-Szene und hat nun den Schritt aufs Börsenparkett gewagt. Mit rund 2,2 Milliarden Euro war es der bisher erfolgreichste europäische Börsengang des Jahres. Der Erlös geht vollständig an den Investor Permira, der 2014 870 Millionen Euro für Teamviewer bezahlt hat – ein Traum-Exit, der das Startup zum Unicorn mit Milliardenbewertung aufsteigen ließ. Am Mittwoch feierte das Unternehmen sein Debüt an der Frankfurter Börse – allerdings gleich mit einem Kursrutsch.

Zu je 26,25 Euro gingen beim Börsengang insgesamt 84 Millionen Aktien an neue Investoren. Damit schöpfte Teamviewer die Preisspanne von 23,50 bis 27,50 Euro pro Aktie nicht ganz aus. Der Eigentümer Permira hält nun noch 58 Prozent der Anteile und Teamviewer wird nun mit 5,25 Milliarden Euro bewertet. Am Mittwochvormittag rutsche die Aktie bereits auf 25,60 Euro ab.

320 Millionen Euro Umsatz erwartet

Teamviewer ist Anbieter einer Fernwartungssoftware, die für 340 Millionen Privatanwender kostenlos ist. Die 2005 gegründete Firma hat mittlerweile 800 Mitarbeiter und peilt heuer einen Umsatz von bis zu 320 Millionen Euro an. Teamviewer hat 2017 auf ein Abo-Modell umgestellt und fokussiert verstärkt auf Großkunden. 300.000 zahlende Abonnenten soll es mittlerweile geben. Das brachte nun im Jahresvergleich ein Umsatzwachstum um gut ein Drittel – ein Tempo, das die nächsten Jahre anhalten soll.

+++ TeamViewer: Deutsche Software-Firma strebt 5-Milliarden-Bewertung an der Börse an  +++

Im Frühjahr schrieb das Göppinger Unternehmen aufgrund eines Sicherheitslecks Schlagzeilen. Bereits 2016 sollen sich chinesische Hacker Zugriff zu der Software verschafft haben. Da die Software den Fernzugriff auf weltweit Milliarden Geräte ermöglicht, schlug der Angriff hohe Wellen. Die Lücke soll laut dem Magazin Spiegel bereits seit 2016 geschlossen sein und Teamviewer hohe Investitionen in IT-Security getätigt haben.

+++ Stefan Klestil von Speedinvest: „Diese Fintechs haben das Potenzial, einen IPO zu machen“  +++

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen