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Der Nachfolger von Florian Gschwandtner: Scott Dunlap wird Runtastic-CEO

Machen gemeinsame Sache: Runtastic und Google. © Adidas
Machen gemeinsame Sache: Runtastic und Google. © Adidas

Die Adidas-Tochter Runtastic hat einen neuen Chef: Nachdem Florian Gschwandtner Ende 2018 seine Rolle als CEO der Paschinger Fitness-App-Macher zurückgelegt hat, folgt ihm nun der US-Amerikaner Scott Dunlap nach. Dunlap (49) wird zum 27. Mai 2019 die Leitung von Runtastic in Linz übernehmen und gemeinsam mit den Mitgründern Alfred Luger und Christian Kaar sowie Mathis Gerkensmeyer das Führungsteam von Runtastic bilden, heißt es in einer Aussendung. Dunlaps Vorgesetzter wiederum ist Scott Zalaznik, der den Digitalbereich von Adidas leitet.

Dunlap hat mehr als 20 Jahre Erfahrung mit digitalen Produkten bei Großkonzernen und Startups. Bei Brilliant Home Technology war er zuletzt als Chief Product Officer tätig, davor hatte er verschiedene Führungspositionen bei Silicon Valley-Unternehmen inne – etwa als CEO und Gründer vom NearbyNow, einem Entwickler von mobilen Shopping-Anwendungen, und als Vice President of Innovation beim Online-Bezahldienst PayPal.

Was hat Adidas mit Runtastic vor?

Dunlaps Aufgabe wird keine leichte sein. Er hat nicht nur rund 240 Angestellte zu führen, sondern auch die Herausforderung, die Produkte von Adidas und Runtastic näher zusammen zu führen. Im Herbst soll es dazu Neuerungen geben. Im Rennen zwischen Adidas, Nike und anderen Anbietern, die ebenfalls Apps für Sportler haben, mussten etwa die Ausgaben für Marketing nach oben geschraubt werden. Von vernetzten Turnschuhen, Fußbällen und Kleidung, die bei der Übernahme von Runtastic durch Adidas in Aussicht gestellt wurden, ist schon länger keine Rede mehr.

Die österreichische Firma, die als einstiges Vorzeige-Startup gilt, hat im Jahr 2017 einen Verlust von 3,7 Millionen Euro (bei einem Umsatz von 28 Mio. Euro) nach einem Gewinn im Jahr 2016 von 1,4 Millionen Euro verzeichnet – Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor. Das Minus 2017 wird mit höheren Aufwendungen und Abschreibungen erklärt. Für 2018 wurden Umsatzsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich angepeilt.

Im Geschäftsbericht 2018 von Adidas wird die Marke Runtastic per Jahresende unverändert mit einem Wert von 31 Millionen Euro in der Bilanz geführt, berichtet die APA. „Weder wird die Marke verschwinden, noch ist ein Stellenabbau geplant“, heißt es zur Zukunft von Runtastic unter dem Eigentümer Adidas gegenüber Der Standard.

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