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Carbon Shield: Die mysteriöse Strahlenschutz-Matratze

Frank Weerkamp von Carbon Shield. © Gerry Frank
Frank Weerkamp von Carbon Shield. © Gerry Frank

Die Angst vor dem Unsichtbaren sitzt tief. In den 80ern ging nach Tschernobyl die Sorge vor Gamma-Strahlen um, in der Neuzeit sind es die Sorgen vor elektromagnetischer Strahlung, die einen ganzen Geschäftszweig am Leben halten. Strahlensensible Menschen fühlen sich von „Elektrosmog“ belastet und sehen die Strahlung von elektronischen Geräten, Handymasten oder Funkstationen als Auslöser unterschiedlicher Symptome wie Kopfschmerzen, Schlaf- oder Konzentrationsstörungen, Depressionen oder Libidoverlust.

Strahlung: Ein kompletter Wirtschaftszweig

Die Angst hält einen ganzen Wirtschaftszweig am Leben: Kleidung wird von Anbietern wie Bäumler, Lodenfrey, Mephisto oder Rosner mit einem E-Blocker ausgestattet. Waveex vertreibt ein Pflaster, das Viel-Telefonierer vor den Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung auf das Gehirn schützen soll.

Schlafstörungen durch Handys?

Frank Weerkamp, ein Holländer, der in der Schweiz zuhause ist, schlägt mit seinen Carbon Shield-Matratzen in die selbe Kerbe. Vor allem der Schlaf scheint durch die Strahlenbelastung besonders gefährdet. Seine Matratzen sollen den Körper vor den elektromagnetischen Strahlen schützen. Forscher der Universität Uppsala in Schweden bestätigten in einer Studie die Auswirkungen der Strahlung auf die Schlafqualität. Probanden brauchten länger um in die Tiefschlafphase zu kommen, wenn das Handy angeschaltet neben ihnen lag. Allerdings wurde die Qualität der Studie immer wieder in Frage gestellt.

Wissenschaftlich erwiesen ist auf diesem Feld also noch nicht viel. Das Gesundheitsministerium rät, Mobiltelefone wegen der „biologischen Wirkung“ der Strahlen weder in der Hosentasche oder sonst sehr nahe am Körper zu tragen.

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