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Der große Trending Topics Guide zu den spannendsten Mobility-Startups Österreichs

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Elektromobilität, Sharing-Plattformen, autonome Fahrzeuge, Urbanisierung – diese Trends haben unsere Gesellschaft fest im Griff. In den nächsten Jahren wird sich unsere Mobilität, getrieben durch Digitalisierung, neue Antriebskonzepte und disruptive Geschäftsmodelle („mieten statt kaufen“) ordentlich verändern.

Auch Startups in Österreich wollen die Mobilität von heute und morgen mitgestalten. Wir stellen euch die besten Jungfirmen im Mobility-Bereich hier vor:

Das Voting läuft bis Donnerstag, 30. August, um 23:59 Uhr.

add-e

Als Student hat Fabian Gutbrod Teile eines E-Rollers ausgebaut, um sein Fahrrad für die tägliche Reise zur Uni aufzurüsten. Daraus wurde ein Startup, das einen vergleichsweise leichten und einfach zu montierenden E-Bike-Nachrüstsatz für herkömmliche Fahrräder anbietet. 2015 sammelte GP Motion mit add-e auf Kickstarter und Indiegogo fast eine halbe Million Euro durch Vorbestellungen ein und ging in die Serienproduktion. Letztes Jahr lag der Umsatz bereits über einer Million Euro. Add-e überzeugte auch bei der TV-Show “2 Minuten 2 Millionen” - wäre das Investment über 450.000 Euro zustande gekommen, wäre es eines der höchsten der vergangenen Staffel gewesen.

Bikemap

Das Wiener Startup Bikemap ist vor rund zehn Jahren als Hobbyprojekt entstanden: Radler haben ihre Routen mit GPS-Geräten aufgezeichnet, hochgeladen und so anderen Radlern zur Verfügung gestellt. Mittlerweile sind daraus 3,6 Millionen Routen geworden, die über eine App von 1,4 Millionen Fahrradfans in mehr als hundert Ländern geladen und nachgefahren werden können. Die Gründer Helge Fahrnberger, Peter Eich und Christof Hinterplattner haben die Leitung an CEO Matthias Blazanovic abgegeben, der das Startup nun internationalisieren und professionalisieren soll. Das Team will auch die App weiterentwickeln und sich auf Trends wie Bike Sharing und E-Bikes setzen. Dazu hat Bikemap im Frühjahr ein mittleres sechsstelliges Investment von Speedinvest und anderen bestehenden Gesellschaftern aufgenommen.

Caroo

Im November wollen die vier Vorarlberger Frederic Nachbauer, Leroy Hofer, Nico Prugger und Elias Önder mit Caroo einen neuen Caersharing-Dienst in Wien starten. Dieser hört auf den Namen Caroo und wird zum Start 30 Elektroautos bieten, die man sich per App mieten kann. Von anderen Anbietern will sich Caroo durch Transporterautos unterscheiden. Über eine Crowdinvesting-Kampagne hat das Startup hat Caroo 330.000 Euro eingesammelt. Die weiteren Pläne sehen vor, dass sich Nutzer über ein Blockchain-basiertes Investitions- und Abrechnungsmodell an der Flotte beteiligen können.

Easelink

Easelink ist eines von wenigen österreichischen Startups, die sich heuer eine Millionenförderung aus dem EU-Topf “Horizon 2020” sichern konnte. Das Grazer Startup des Gründers Hermann Stockinger hat eine kabellose Ladestation für E-Autos entwickelt. Ein Auto wird dabei über eine Bodenplatte sowie einen Konnektor-Rüssel, der von der Unterseite des Autos ausfährt, geladen. So soll es künftig möglich sein, dass E-Autos vollautomatisch ohne Zutun eines Menschen geladen werden können – einfach, indem es über einer Bodenplatte parkt. Noch heuer soll “Matrix Charging” in die Serienreife gebracht werden.

goUrban

Das Wiener Startup goUrban verbindet den Trend zur E-Mobility mit der Sharing Economy und hat eine Flotte von 50 Elektromopeds auf die Straßen Wiens gebracht. Gefahren werden kann im 1. bis 9. Bezirk um 21 Cent pro Minute. Unter dem Sitz finden Nutzer zwei Helme und bezahlt wird über die App per Kreditkarte. Die Reichweite der goUrban-Mopeds liegt bei 60 Kilometern, weshalb Mitarbeiter regelmäßig Akkus tauschen müssen. Gefahren werden darf grundsätzlich auf allen Straßen, die Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h schließt jedoch Autobahnen aus.

Greenstorm

Das Tiroler Startup Greenstorm hat sich als E-Bike-Händler ein ungewöhnliches Konzept überlegt. Die Fahrräder und teilweise auch E-Autos werden in großen Mengen direkt beim Hersteller gekauft. Hotels können die Räder gegen Hotelgutscheine eine Saison lang für Hotelgäste nutzen. Die Gutscheine verkauft das Startup über die Linzer Reise-Schnäppchen-Plattform www.we-are.travel und verdient damit Geld. Nach der Zeit als Hotelgast-Vehikel werden die Fahrräder und Autos von Greenstorm generalüberholt und über den eigenen Online-Shop vertrieben. Das Startup hat von November 2017 bis April 2018 über die Crowdinvesting-Plattform Conda 1,2 Millionen Euro von Privatinvestoren eingesammelt.

Holmi

Timing ist in der Welt der Startups oft die Halbe Miete. Das Vorarlberger Startup Holmi hat sich dadurch einiges an Aufmerksamkeit gesichert: just zu dem Zeitpunkt, als der Taxi-Konkurrent Uber in Wien das erste Mal seinen Betrieb einstellen musste, ging Holmi in Vorarlberg mit einem ähnlichen Dienst an den Start. Holmi vermittelt Taxi-Fahrten ganz ähnlich wie Uber über eine App und ist derzeit vor allem in Vorarlberg verfügbar. Vorerst zählen nur Taxis zu den Fahrten-Anbietern, wodurch sich das Startup den Ärger mit dem Mietwagengesetz spart. Bis Ende des Jahres will Gründer Jürgen Gunz nach ganz Österreich expandieren.

mo2Drive

Die 2016 von Herbert Dorner gegründete Wiener Jungfirma mo2drive hat sich auf das Sharing von Vespa-Rollern in Wien spezialisiert. Per App können Nutzer in den Wiener Innenbezirken die Scooter für 19 Cent pro Minute ausborgen. Versicherung, Benzin, Service und Helm ist im Mietpreis inkludiert.

My Esel

Ein Fahrrad aus Holz klingt im ersten Moment nicht besonders innovativ. Das Linzer Startup My Esel hat sich aber auf die massentaugliche Produktion individualisierter Fahrräder spezialisiert und damit bereits in der TV-Show “2 Minuten 2 Millionen” Investoren überzeugt. Startup300 steckte vergangenes Jahr 250.000 Euro in das Jungunternehmen, das davor über eine Crowdfunding-Kampagne 30.000 Euro einnahm. Die Individualisierung des Holzrahmens erfolgt mit Hilfe einer Software, die die Körperproportionen und den Fahrstil des Käufers berechnet. Zusammengebaut werden die Fahrräder im Linzer Fahrradzentrum B7, einem ökosozialen Betrieb.

Parkbob

Das Wiener Startup Parkbob von Gründer Christian Adelsberger hat in den vergangenen beiden Jahren ordentlich viel Risikokapital aufgenommen. In zwei Finanzierungsrunden haben Investoren jeweils 1,2 Millionen Euro in die App für das erleichterte Auffinden von Parkplätzen gesteckt. Derzeit steht die Expansion in Nordamerika auf dem Plan - bis Ende des Jahres soll Parkbob in 15 bis 20 Städten in den USA und Kanada aktiv sein. Die freien Parkplätze findet die App auf Basis der Analyse von verschiedenen Datenquellen - das können die Flotten von Carsharing-Anbietern sein, aber auch Bewegungsdaten von den Smartphones der Nutzer.

Sco2t

Sco2t ist 2014 von Thomas Strohmaier, Michael Koss und Balázs Bárány gegründet worden und bis dato ohne Investoren ausgekommen. Die Firma bietet in Wien 100 Roller - 20 davon elektrisch - über eine App nach dem gängigen Sharing-Prinzip an. Eine Minute kostet 19 Cent, die 24-Stunden-Miete ist ab rund 30 Euro möglich. Das Servicegebiet erstreckt sich über alle Wiener Innenbezirke.

TapKey

Das Wiener Startup TapKey hat eine universelle Lösung für smarte Zutrittsysteme entwickelt - quasi ein Smart Lock, das sich über Schnittstellen in nahezu jedes System integrieren lässt. Vergangenes Jahr ist das deutsche Automotive-Unternehmen Witte mit einer Millionensumme eingestiegen und die beiden Firmen haben eine Lösung für Carsharing-Anbieter entwickelt. Das Smartphone dient als Schlüssel, der mit einer Box im Auto kommuniziert, in der der Originalschlüssel steckt. Das System lässt sich dadurch einfach nachrüsten.

Vello Bike

Das Wiener Startup Vello hat ein Faltrad mit E-Antrieb entwickelt, um Besitzern größtmögliche Flexibilität für die Mitnahme des Elektrofahrrads auf Reisen zu bieten. Das “Vello Bike” ist in der Variante mit integriertem Akku und Elektroantrieb nur rund 12 Kilogramm schwer und hat folgende Spezialität an Bord: Die so genannte K.E.R.S.-Technologie sorgt dafür, dass der Akku während dem Treten in die Pedale ständig wieder etwas aufgeladen wird. Somit soll sich die Reichweite der Batterie mit 160Wh Kapazität von mindestens 50 Kilometern ständig erhöhen lassen. Gegründet wurde Vello von Valerie Wolff und Valentin Vodev. Um in die Gänge zu kommen, sammelte das Startup 2014 bei einer Crowdfunding-Kampagne rund 470.000 Euro.

Volterio

Die Grazer Volterio (zuvor NRG-X Charging Systems) von Gründer Christian Flechl arbeitet an einem System für das kabellose Laden von Elektroautos. Dieses konduktive System soll so funktionieren: Ein Robotik-Modul am Parkplatz verbindet sich - automatisch geführt durch ein Ultraschallsystem - das Kontaktsystem mit einer kleinen Fahrzeugeinheit am Unterboden. So soll der Strom fließen können, der den Akku des Elektroautos wieder auflädt. Flechl zufolge sollen deutsche Premium-Autobauer den Prototypen bereits testen. Verläuft alles nach Plan, soll der Marktstart 2022 gelingen - also dann, wenn viele Autohersteller mit vielen neuen Elektroautos auf den Markt kommen.

Wegfinder

Wegfinder ist 2015 als gemeinsames Projekt des Wiener Risikokapitalgebers Speedinvest und der ÖBB unter dem Namen iMobility an den Start gegangen. Dann hat die ÖBB die App, die mittlerweile unter dem Namen wegfinder firmiert, zu 100 Prozent übernommen. Ziel der Smartphone-Applikation ist es, dem Nutzer sämtliche Möglichkeiten zu zeigen, wie er von A nach B kommen kann - also von den Bundesbahnen über die westbahn, Flixbus, Car- und Bikesharing-Anbieter, Taxis und Uber. Dieses Jahr ist Wegfinder rund um Geschäftsführer Gregor Fischer mit dem Österreichischen Innovationspreis Tourismus ausgezeichnet worden.

Sollte dir ein Startup in der Liste fehlen, dann schreib uns an feedback@trendingtopics.at eine Begründung, warum diese Jungfirma in den Guide aufgenommen werden sollte.

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