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Den Zahlen auf der Spur – Darauf achten Bank-Profis bei deinem Businessplan

Dagmar Eigner-Stengg, Stefan Hagenauer und Birgit Polster vom GründerCenter & Förderservice der Sparkassen © Trenidng Topics, David Bitzan

Der Businessplan ist wie ein Fingerabdruck, den ein Unternehmen in der Wirtschaftsszene hinterlässt. Im Gespräch mit Bankexperten der Erste Bank und Sparkassen wird klar, es gibt so einiges zu beachten, wenn man den großen Coup landen will. Dagmar Eigner-Stengg, Stefan Hagenauer und Birgit Polster sind die Profis, die ein gutes Projekt aufspüren. Dabei brauchen sie nicht nur ein hervorragendes Zahlenverständnis, sondern auch sehr gute Menschenkenntnis. Sie sammeln Indizien und wägen Beweise ab. Sie sind den Zahlen auf der Spur.

Finanzier und Vermittler

Um sein eigenes Ding hochzuziehen, braucht man einen „Partner in Crime“. Die Bank ist nicht nur eine wichtige Anlaufstelle für Investitionen, sondern auch ein wertvoller Vermittler. Auf der Suche nach Geldförderung denken Startups zunächst an Business-Angels oder Investoren. Dabei muss der Unternehmer allerdings Anteile an seiner Firma abgeben – bei einer Bank muss er das nicht. Ist eine Finanzierung eines Startups über die Bank noch nicht möglich, vermitteln die Erste Bank und Sparkassen gern an andere Förderstellen weiter. Ob Bundes – oder Landes-Förderstellen, die Bankprofis haben den Überblick. Denn das GründerCenter & Förderservice der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG gibt es bereits seit 18 Jahren. „Von der ersten Idee bis zum Startup, das kurz vor dem Exit steht, in allen Phasen der Gründung nehmen Unternehmer das Angebot des Förderserivce war“, erklärt Birgit Polster vom GründerCenter & Förderservice der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG. „Wir haben als erste Anlaufstelle immer einen Lösungsvorschlag, selbst wenn die Kunden noch nicht bankfinanzierbar sind“, sagt Polster. „Wir vermitteln den richtigen Ansprechpartner, bei dem die Kunden am besten aufgehoben sind.“

Jeder Fall sei verschieden und müsse auch so untersucht werden, sagt Stefan Hagenauer, Leiter des GründerCenter in Niederösterreich der Sparkasse Niederösterreich Mitte West. „Ein Businessplan sollte sich lesen wie die Rückseite eines Buches.“ Man sollte wissen worum es geht und Lust bekommen weiterzulesen.

Beim Businessplan sind die „4Ps“ essenziell:

    1. Product
    2. Price
    3. Place
    4. Promotion

Weiter entscheidend sind eine Reihe von Faktoren, an die man vielleicht nicht zuerst denkt. Doch wenn man die Bank überzeugen möchte, sollte man sich mit diesen Punkten auf jeden Fall beschäftigen.

Persönlichkeit – „80 Prozent der Startups fallen oder stehen mit dem Gründer“

„Ich lese mir zwar den Businessplan genau durch, trotzdem lasse ich mir ihn vom Gründer noch einmal vorstellen“, sagt Polster. Denn die Persönlichkeit des Unternehmers spiele eine ganz entscheidende Rolle. Er muss stressfähig sein. Es heißt nicht umsonst „selbstständig“. „Man macht es selbst und ständig“, sagt Hagenauer. Dabei müssen sich die Bank-Experten auf ihre Instinkte verlassen. Die Menschenkenntnis komme mit der Erfahrung, sagt Polster. Nicht nur die Fakten seien wichtige Indizien, sondern auch die Softskills, erklärt Hagenauer. Die Idee könne noch so gut sein, die Persönlichkeit ist sehr entscheidend. „80 Prozent des Erfolges eines Startups fallen oder stehen mit dem Gründer“, sagt Polster.

Team – „Gründungen in Teams sind erfolgreicher“

Alleine kommt man nicht weit, deswegen braucht man Geschäftspartner zum Pferde stehlen. „Wir schauen uns das Team ganz genau an“, so Dagmar Eigner-Stengg, Leiterin des GründerCenter, Förderservice & Außenhandelsberatung der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG. Gründungen in Teams seien erfolgreicher, weil sie ausgewogenerer Kompetenzen haben. „Wenn ich selbst mehr der Erfinder bin, muss ich einen Verkäufer mit ins Boot holen“, so Eigner-Stengg weiter. Wichtig sei, dass man sich vorher einigt, wer welchen Aufgaben-Bereich übernimmt.

Zahlen – „Zahlen lieber konservativ ansetzen“

Die Zahlen müssen stimmen. Manchmal sei ein Investitionsvorhaben zu hoch angesetzt, aber öfter fehlt ein Puffer bei der Finanzplanung. Die Bankexperten raten dazu, Kostenvoranschläge einzuholen und die Fix-Kosten nicht zu hoch anzusetzen. Meistens tauchen Kosten auf, die man nicht eingeplant hat. Deswegen rät Hagenauer, 20 Prozent als Puffer hinzuzurechnen. Auch die private Haushaltsrechnung sollte man einplanen. Schließlich müsse man selbst von etwas leben. Gerade in diesem Bereich würden die Leute überraschend wenig Überblick haben. Daher Zahlen lieber konservativer ansetzen, rät Hagenauer.

Steuern – Das verflixte dritte Jahr

Der Businessplan hinterlässt nicht nur den Fingerabdruck eines Unternehmens, sondern ist auch der Garant für Erfolg. Wenn der Businessplan gut ist, kann nichts Schlimmes passieren. Wenn ein Unternehmen scheitert, liegt es oft an unvorhergesehenen privaten Umständen. „Meistens trifft es die Startups nach dem dritten Jahr, weil dann die Steuer wirksam wird“, warnt Eigner-Stengg. Viele würden Steuern im Businessplan einkalkulieren, legen diese aber nicht tatsächlich zurück.

Idee – Wo liegt der USP? 

Die Idee sollte marktreif sein. Sollten Layout, Branding oder App sowie Website noch nicht fertig sein, darf eine Bank noch nicht einsteigen. Grundsätzlich kommt es auf das Geschäft an, welches finanziert werden soll. Bei einem klassischen Geschäft wie bspw. beim KFZ-Meister kann man Maschinen und Werkzeuge schon vorfinanzieren, denn er muss die Maschinen nicht erst entwickeln. Der USP (Unique-Selling-Proposition), also das Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens, müsse gut herausgearbeitet werden, sagt Hagenauer.

Markt – Was tut sich in der Branche?

Welches Potenzial der Markt bietet, wird ganz genau unter die Lupe genommen. „Für jedes Gründungsprojekt schauen wir uns interne Branchenanalysen an“, sagt Eigner-Stengg. Auch Daten der Wirtschaftskammer werden herangezogen. Konkurrenz in der Branche kann einerseits ein Signal für einen interessanten Markt sein, anderseits könnte es auf eine Marktsättigung hindeuten.

Schwächen aufzeigen – „Nichts verstecken“

Klar will man sich möglichst gut präsentieren, aber mindestens genau so wichtig ist es, Schwächen aufzuzeigen. Eine klassische SWOT-Analyse hilft dabei sich zu positionieren. Dabei werden Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken einander gegenübergestellt. Zahlen sollten absolut plausibel sein. Etwas verstecken, sollte man nicht. „Damit belügt man sich nur selbst“, sagt Polster. „Kunden verschweigen oft, dass sie noch woanders Kredite haben“, sagt Eigner-Stengg. Das werfe natürlich kein gutes Licht ab.

Sich selbstständig zu machen oder ein Startup zu gründen, verändert das ganze Leben. Die Erste Bank und die Sparkassen unterstützen bei jedem Schritt. Selbst wenn die Zahlen noch nicht ganz stimmen, können sie beraten und weitervermitteln.

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