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Das sind die Sieger-Startups des T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2018

Die Gewinner des TUN-Fonds 2018. © Trending Topics
Die Gewinner des TUN-Fonds 2018. © Trending Topics

Zum siebten Mal ist der T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis, einer der größten Awards dieser Kategorie in Österreich, vergeben worden. Dotiert mit 53.000 Euro, wurden mit dem TUN-Fonds die besten Startups und Projekte von Unternehmern im Bereich Kommunikationslösungen mit nachhaltigen und grünen Ideen am Donnerstag Abend in Wien prämiert. Den ersten Platz und ein Preisgeld von 25.000 Euro gewann obono der CodeWerkstatt OG. Obono bringt umweltfreundliche, elektronische Kundenbelege auf jedes Smartphone und hilft dabei, unnötigen Papiermüll zu sparen.

T-Mobile-Austria-CEO Andreas Bierwirth. © Marlena König/T-Mobile
T-Mobile-Austria-CEO Andreas Bierwirth. © Marlena König/T-Mobile

“Am meisten Freude macht mir die Begeisterung der Bewerber, die hinter ihren Ideen stehen”, sagte Andreas Bierwirth, CEO von T-Mobile Austria, im Rahmen der Preisverleihung. “Wenn man kein komplett unprofitables Unternehmen hat, da kann man auch schon mal 50.000 Euro zurückgeben.” T-Mobile selbst würde dem Thema Nachhaltigkeit große Aufmerksamkeit schenken – selbst würde das Unternehmen in Österreich etwa ein CO2-neutrales Mobilfunknetz betreiben oder autistische Menschen im Unternehmen inkludieren.

Sieger-Startups mit insgesamt 53.000 Euro prämiert

Aus 37 Einreichungen hat die Jury des TUN-Fonds unter Vorsitz des ehemaligen EU-Kommissars Franz Fischler die besten Projekte ausgewählt. Erstmals gab es vier Gewinner – neben zwei zweiten Plätzen (jeweils 12.500 Euro) wurde erstmals auch ein Sonderpreis (3.000 Euro) vergeben.

Franz Fischler, Juryvorsitzender TUN-Fonds. © Marlena König/T-Mobile

“Geredet wird ja viel, gerade in Österreich, aber das Tun ist das Relevante”, sagte Fischler bei der Preisverleihung. Ob die Wahl der Gewinner schwer gewesen sei? “Die schöne Antwort: Es waren viele dabei, die ausgereifter sind als Bewerber in den letzten Jahren”, so Fischler. „“Die ehrliche Antwort: Wir waren uns noch nie so schnell einig, welche die auszuzeichnenden Projekte sind.“

1. Platz: Obono (25.000 Euro)

Obono, hinter dem das Wiener Startup CodeWerkstatt der Gründer Patrick Gaubatz und Simon Tragatschnig steht, bietet seinen Kunden eine mobile Registrierkasse, die ohne Papierbelege auskommt. Statt Papiermüll zu verursachen, werden Beleg-Codes an die Kunden via NFC, Bluetooth, SMS oder E-Mail gesendet. Seit dem 1. April 2017 müssen Unternehmer Barumsätze einzeln erfassen und den Kunden einen Beleg darüber aushändigen – das Papier dafür verursacht allein in Österreich geschätzte zwölf Millionen Euro pro Jahr. Das dafür oft verwendete Thermopapier enthält Phenol und andere giftige Stoffe und ist dementsprechend eine Belastung für die Umwelt. Obono hilft Unternehmen dabei, dieses Papier zu sparen.

Das Preisgeld wird die CodeWerkstatt in die Weiterentwicklung von Software und Hardware-Komponenten stecken. Außerdem kündigten die Gründer bei der Award-Verleihung an: “Wir haben auch eine kleine Überraschung mit: Wir starten am nächsten Montag in Deutschland, da können wir das Preisgeld gut brauchen.“

2. Platz: TopEasy (12.500 Euro)

TopEasy ist ein Projekt von APA (Austria Presse Agentur) und der Capito von Sozialunternehmerin Walburga Fröhlich mit Unterstützung des Sozialministeriums. Mit einer App sollen Menschen, die leichter verständliche Nachrichten brauchen, mit solchen bedient werden. Leser können in der App das für sie passende Sprach-Level selbst auswählen.

2. Platz: goUrban (12.500 Euro)

Das Wiener Startup goUrban der drei Gründer Michael Lenz, Jonathan Gleixner und Bojan Jukic ist in Wien für seinen Elektro-Scooter-Sharing-Dienst bekannt geworden. Die Software zum Flotten-Management dahinter ermöglicht es mittlerweile auch anderen Betreibern, Sharing-Dienste in Städten zu etablieren. So trägt goUrban dazu bei, dass CO2-Emissionen verringert werden können.

Sonderpreis: BeeSaver (3.000 Euro)

Erstmals vergab der TUN-Fonds einen Sonderpreis in der Höhe von 3.000 Euro, den das Startup BeeSaver erhielt. Weil in Österreich im Durchschnitt pro Jahr rund 70.000 Bienenvölker sterben, entwickelt Gründer Karl Maier eine Lösung, bei der mit Sensoren im Bienenstock Daten erfasst und an den Imker gesendet werden. Die Imker sollen so ihre Bienenstöcke effizienter bewirtschaften und frühzeitig Probleme zu erkennen können. Das Preisgeld wird dafür verwendet, ein marktreifes Produkt weiter zu entwickeln.

„Die unternehmerische Avantgarde“

Bei der Award-Verleihung wurden nicht nur Preise vergeben, sondern auch inspirierende Vorträge gehalten. Christoph Thun-Hohenstein, Direktor des MAK Wien, sprach über Künstliche Intelligenz und deren Einfluss auf die Gesellschaft. Er ist sich sicher: “Das Schicksal der Menschheit wird sich an Künstlicher Intelligenz entscheiden”, so Thun-Hohenstein. “Wir müssen unsere Zukunft neu erfinden. So wie sie sich jetzt abzeichnet, wird sie uns ins Unglück führen.”

Genau deswegen bräuchte es eine breite gesellschaftliche Diskussion und eben Unternehmer, die daran arbeiten, eine Umweltkatastrophe noch rechtzeitig abzuwenden. “Technologie unterstützt die Erneuerung unserer Werte”, so Thun-Hohenstein. Nachhaltigkeit sei ein wichtiger Wert für die Zukunft, und daraus könne man Geschäftsmodelle bauen. “Diese unternehmerische Avantgarde, diese Startups, die müssen zusammenarbeiten.“

Christoph Thun-Hohenstein, Direktor Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst (MAK). © Marlena König/T-Mobile
Christoph Thun-Hohenstein, Direktor Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst (MAK). © Marlena König/T-Mobile

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen T-Mobile Austria und Trending Topics.

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