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Das „Haus der Digitalisierung“ entsteht bis 2023 in Tulln

Das Haus der Digitalisierung von vorne. © Ecoplus
Das Haus der Digitalisierung von vorne. © Ecoplus

Bis 2023 soll im niederösterreichischen Tulln das reale „Haus der Digitalisierung“ entstehen. „Real“ deshalb, weil es bereits eine virtuelle Variante des Hauses besteht. Das Land Niederösterreich will damit „Digitalisierung für die Menschen sichtbar und erlebbar machen“. Erste Renderings des Bauwerks sehen jedenfalls vielversprechend aus.

„Digitalisierung sichtbar machen“

Niederösterreich setzt laut eigener Aussage bereits seit vielen Jahren auf den digitalen Wandel. Das Haus der Digitalisierung soll das letzte Puzzleteil werden. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Mit unserem Leuchtturmprojekt ‚Haus der Digitalisierung‘ setzen wir unseren Weg konsequent fort. Es soll dem digitalen Wandel in Niederösterreich ein Gesicht geben und die Projekte, Unternehmen und Menschen, die sich mit ihm beschäftigen, vor den Vorhang holen“. Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger ergänzt: „Wir wollen Digitalisierung für die Menschen sichtbar und erlebbar machen. Das ‚Haus der Digitalisierung‘ soll den Mehrwert der Digitalisierung in den unterschiedlichsten Bereichen in den Vordergrund stellen und unsere kleineren und mittleren Betriebe auf ihrem Weg in die Digitalisierung umfassend begleiten.“

Haus der Digitalisierung auf 4.200 Quadratmetern

Bis 2023 soll das Gebäude fertig sein. Auf 4.200 Quadratmetern Gesamtfläche soll – in Kooperation zwischen ecoplus und der Fachhochschul-Immobiliengesellschaft – ein architektonisches Highlight am Campus Tulln Technopol entsehen, das dann auch die Erweiterung der FH Wiener Neustadt beheimaten wird. Die Hauptnutzung des Gebäudes umfasst einen Eingangsbereich inkusive Infopoint, einen Showroom- und Veranstaltungsbereich, einen Gastrobereich, Büroeinheiten und Inkubator-Flächen, heißt es von Ecoplus. Das Projekt selbst läuft bereits seit 2018: Damals wurde ein digitales Netzwerk etabliert. Dieses lebende Netzwerk sei der „gemeinsame Motor des Projektes“. In einem zweiten Schritt wurde 2019 unter www.virtuelleshaus.at das erwähnte virtuelle ‚Haus der Digitalisierung‘ als „branchenübergreifende, strukturierte und virtuelle Informationsdrehscheibe“ des Projektes eingerichtet.

 © Ecoplus
© Ecoplus

Neue Verkehrsanbindungen geplant

Ab 2023 sollen alle vom Projekt profitieren: „Das ‚Haus der Digitalisierung‘ wird allen Menschen offenstehen. Der Showroom soll die Menschen ins Staunen versetzen und zeigen was digital bereits möglich ist. Jährlich wird der Showroom ein aktuelles Digitalisierungsthema aufgreifen, Inhalte und Exponate werden laufend adaptiert. Unser Ziel ist es, dass das ‚Haus der Digitalisierung‘ niemals stillsteht und sich permanent wandelt“, erklärt Danninger. Positive Stimmung herrscht auch beim Bürgermeister von Tulln, Peter Eisenschenk: „Unser Ziel ist es, Innovationen im ‚Haus der Digitalisierung‘ zu erleben und in Folge in der Stadt umzusetzen. Im Schulterschluss mit den beteiligten Partnern wollen wir im Nahbereich des Campus die Möglichkeiten der Betriebsansiedlung erweitern. Auch die Last Mile-Abdeckung vom Bahnhof Tullnerfeld zum Campus ist ein essenzielles Thema, sodass Tulln von Wien und St. Pölten öffentlich in optimaler, kürzester Zeit erreichbar wird“.

Mehr Platz für die FH

Und auch die FH Wiener Neustadt freut sich auf die Eröffnung – immerhin ist dann mehr Platz. Aufsichtsrats-Vorsitzender Klaus Schneeberger: „Schon vor zwei Jahren hat die FH Wr. Neustadt mit dem berufsbegleitenden Studium ‚Bio Data Science‘ begonnen, die Brücke von der Biotechnologie zur Digitalisierung zu schlagen. Mit der Erweiterung im ‚Haus der Digitalisierung‘ kann die FH diesen Schwerpunkt verstärken und die Standortqualität für die Studierenden maßgeblich verbessern. Anstelle der bisherigen Container ist eine Verbesserung bei Hörsälen, Seminarräumen und Büros gewährleistet“.

+++EU-Deal: Weniger Geld für Digitalisierung und Innovation als geplant+++

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