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Daimler investiert mehr als eine Milliarde Euro in die Produktion von Akkus für Elektroautos

Daimler-Chef Dieter Zetsche. © Gregor Fischer I re:publica (CC BY-SA 2.0)
Daimler-Chef Dieter Zetsche. © Gregor Fischer I re:publica (CC BY-SA 2.0)

Um das Produktionsnetzwerk von Elektrofahrzeugen auszubauen, nimmt der Auto-Konzern Daimler (u.a. Mercedes-Benz, Mercedes-Maybach, smart) eine Milliarde Dollar in die Hand. Damit wird das US-Werk in Tuscaloosa, Alabama, ausgebaut, um künftig Elektrofahrzeuge der Produkt-und Technologiemarke EQ vom Band laufen zu lassen. An dem Standort sollen so 600 Jobs geschaffen werden – was wohl auch US-Präsident Donald Trump gerne hören wird, der seinen Wählern ja versprochen hat, ausländische Firmen dazu zu bringen, Arbeitsplätze im Land zu schaffen.

In Tuscaloosa soll vor allem eine Batteriefabrik entstehen, um die dringend benötigten Akkus für die E-Autos in großer Stückzahl fertigen zu können. „Mit Produktionsstandorten für Elektrofahrzeuge und Batterien in Europa, China und jetzt den USA ist unser globales Netzwerk bereit für die Elektromobilität“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain. „In unserem hochmodernen Werk in Tuscaloosa können wir künftig Elektrofahrzeuge, Hybride und Fahrzeuge mit klassischem Verbrennungsmotor flexibel auf einer Linie produzieren und flexibel auf die Nachfrage unserer Kunden reagieren.“

Fünfte Batteriefabrik

Tuscaloosa ist der fünfte Standort für die Batterieproduktion von Daimler. Bis dato gibt es bereits zwei Fabriken im sächsischen Kamenz sowie jeweils eine in Stuttgart-Untertürkheim und im chinesischen Peking. Insgesamt steckt Daimler über eine Milliarde Euro (1,18 Mrd. Dollar) in die weltweite Batterieproduktion. Hört sich viel an, ist aber im Vergleich wenig: Der VW-Konzern hat angekündigt, Batterien um 50 Milliarden Euro beschaffen zu wollen (Trending Topics berichtete).

Ob man bei Daimler wirklich glücklich mit der Elektro-Strategie ist, ist fraglich. Denn bei Elektroautos beläuft sich die Rendite auf eher 8 Prozent als die 10 Prozent, die Autos mit Verbrennungsmotoren abwerfen. Deswegen würden „Verbrennungsmotoren über längere Zeit das Rückgrat für die CO2-Ziele und auch unsere Finanzstärke“ bleiben, sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche. Um die geringere Rendite im Zuge des Umstiegs auf Elektromobilität abzufangen, hat Daimler auch gleich ein Sparprogramm über vier Milliarden Euro bis 2025 eingeplant.

Als erstes soll es einen Elektro-SUV von Mercedes geben – eine wichtige Autokategorie am US-Markt. Anlaufen wird die Produktion nach 2020. Dann heißt es Gas geben: Bis 2022 will Mercedes-Benz sein gesamtes Portfolio elektrifizieren und jeweils mindestens eine elektrifizierte Alternative in jedem Segment anbieten. Insgesamt plant das Unternehmen mehr als 50 elektrifizierte Fahrzeugvarianten.

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