Channel

Mobility

Blockchain

Daimler setzt für Hardware Wallet für Autos auf Wiener Startup Riddle&Code

Daimler testet unter anderem in den USA selbstfahrende Autos © Daimler
Daimler testet unter anderem in den USA selbstfahrende Autos © Daimler

Der deutsche Autohersteller Daimler arbeitet an einem Hardware Wallet für Autos und als Basis dafür wird die Lösung eines Wiener Startups dienen. Riddle & Code gilt als einer der wichtigsten Anbieter von Blockchain-Schnittstellenlösungen in Europa und ist vor allem für IoT-Chips bekannt. Die Zusammenarbeit mit Daimler entstand im Zuge des „Startup Autobahn“-Accelerators von Daimler, der heuer zum sechsten Mal stattfand.

Car-Sharing und selbstfahrende Autos

Die Hardware Wallet basiert auf dem „Secure Element 2.0“ von Riddle & Code, einem IoT-Chip, der eine sichere Identifikation von Geräten und Maschinen über eine Blockchain ermöglicht. Diese Blockchain-Identität wird für die Lösung von Daimler mit Fahrzeugdaten wie der Zulassung zusammengeführt. Das ermöglicht den sicheren Austausch von Daten zwischen Fahrzeugen und Smart-City-Anwendungen. Car Wallets werden in autonomen Fahrzeugen eingesetzt oder bei Car-Sharing-Diensten. Daimler betreibt gemeinsam mit BMW ein Mobility Joint Venture, zu dem unter anderem das aus Car2Go und DriveNow gewachsene Car-Sharing-Angebot ShareNow gehört. Gemeinsam mit Bosch forscht der Autokonzern außerdem an selbstfahrenden Autos.

+++ Daimler & Bosch: Deutsche Autoindustrie testet selbstfahrende Autos in Kalifornien  +++

Riddle&Code-Gründer Tom Fürstner freut sich, dass sein Unternehmen die Kompetenz in kryptographischer Hardware nun in den Bereichen autonomes Fahren und Car-Sharing einbringen kann: „Autonome Autos müssen sich konsistent verhalten, um Vertrauen zu schaffen. Autos sind bereits heute Computer. Eine trusted identity stellt sicher, dass die zuständigen Behörden den in Fahrzeugen ausgeführten Code bestätigt haben und die Vertrauenswürdigkeit der ausgetauschten Daten sichergestellt ist. Riddle & Code sichert dies mit seiner kryptographischen Hardware und nutzt Blockchains, um Fahrzeuge in zukünftige Marktplätze zu verwandeln.“

Die Hardware Wallet für Autos von Riddle&Code © Riddle&Code
Die Hardware Wallet für Autos von Riddle&Code © Riddle&Code

Daimlers offene Blockchain-Plattform

Daimler Financial Services wird in Zukunft verstärkt für digitale Services zuständig sein und wird derzeit strategisch neu ausgerichtet. Im Sommer wird sie in Daimler Mobility umbenannt und sich dort unter anderem mit neuen Services rund um ShareNow befassen – auch die Blockchain Lösung fällt in die Kompetenz des gestärkten Ressorts. Riddle & Code wurde im Zuge der „Startup Autobahn“ kürzlich neben evan.network, Blockchain Helix, und 51nodes als einer von vier Startup-Partnern für Daimlers Mobility Blockchain Plattform vorgestellt. Der offenen Plattform sollen sich noch weitere Fahrzeugflotten-Anbieter anschließen.

+++ Riddle & Code: Wie eine Wiener Firma zum Big Player im Token-Business wurde  +++

„Das ist ein Paradebeispiel für einen globalen Marktführer, der auf eine Zusammenarbeit der europäischen Industrie und Blockchain-basierte Innovationen setzt. Eine neue Generation von Dienstleistungen im Bereich offene Mobilität wird neue Geschäftsmodelle schaffen. Riddle&Code freut sich, mit seinem hardwarebasierten Car Wallet im Zentrum dieser Entwicklung zu stehen“, sagt Riddle&Code-CEO Alexander Koppel.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen