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Cubesat: Grazer Universität baut einen Mini-Satelliten, der den Klimawandel erforschen soll

TUGSAT-1, der erste österreichische Satellit im All, gebaut an der TU Graz (Montage) © TU Graz
TUGSAT-1, der erste österreichische Satellit im All, gebaut an der TU Graz (Montage) © TU Graz

Er hört auf den Namen „PRETTY“ (Passive REflecTomeTY), besteht aus drei Würfeln (jeweils 10x10x10 cm) und ist insgesamt nur etwas größer als ein Packerl Milch: Wie Minister Jörg Leichtfried, zuständig Verkehr, Innovation und Technologie, heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gab, wird die Technische Universität Graz zusammen mit dem Schweizer Technologieunternehmen RUAG Space einen Nanosatelliten für die Europäische Weltraumbehörde (ESA) bauen.

Er soll von seiner Umlaufbahn aus helfen, den Klimawandel zu erforschen – etwa durch die Vermessung von Wellenbewegungen der Ozeane oder des Eises auf Gletschern und an den Polen.

© bmvit
© bmvit

Fünfter österreichischer Satellit

„PRETTY“ wird der fünfte Satellit sein, der in Österreich hergestellt wurde und ins All geschossen wird. Im Rahmen des Projekts sollen Studierende der TU Graz die Chance bekommen, selbst an Weltraumtechnologie zu tüfteln. Aktuell befinden sich die zwei österreichische Forschungssatelliten (der „TUGSAT-1“ der TU Graz und „UniBRITE“ der Universität Wien) in der Erdumlaufbahn zur Messung von Helligkeitsschwankungen von Sternen, im Juni soll dann „PEGASUS“ der FH Wiener Neustadt zur Messung der Erdatmosphäre in den Orbit gebracht werden.

Ein weiterer Satellit der TU Graz heißt OPS-SAT und soll 2018 starten – er wird neue Kommunikationstechnologien für Weltraummissionen und mögliche Störquellen für Weltraumfunk erforschen.

2,5 Mio. Euro für „PRETTY“

Österreich investiert jährlich rund 70 Millionen Euro in den Weltraumsektor, für den neuen Cubesat „PRETTY“ hat das bei Leichtfried angesiedelte Weltraumministerium rund 2,5 Millionen Euro bereitgestellt. Weltraumtechnologie ist für den Standort durchaus wichtig: Laut Ministerium beschäftigen rund 120 Firmen etwa 1.000 Mitarbeiter in dem Sektor, der Gesamtumsatz der Branche soll etwa 125 Millionen Euro im Jahr betragen.

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