Channel

Blockchain

Report

Crypto Valley: Zahl der Blockchain-Firmen in der Schweiz und Liechtenstein wächst weiter

© Photo by Raphael Küttel on Unsplash
© Photo by Raphael Küttel on Unsplash

Ja, so sieht der weltweit führende Hub in Sachen Blockchain aus. Zug, ein Städtchen mit etwa 30.000 Einwohnern hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für Krypto-Firmen entwickelt. Zu verdanken hat Zug dies zum einen der liberalen Gesetzgebung der Schweiz in Sachen Blockchain und zum anderen der Nähe zu Zürich, wo die starke Schweizer Finanzindustrie ihre Fühler in Richtung Token und Co ausstreckt.

In einem neuen Report von CV VC – einer Tochter von Lakeside Partners, die in Blockchain-Startups investiert – ist die Zahl der in Zug angesiedelten Crypto-Unternehmen im Jahr 2019 wieder einmal gestiegen – und das, obwohl 2019 eher ein maues Jahr für Krypto war. 425 Unternehmen in dem Bereich werden alleine in Zug gezählt. Im gesamten „Crypto Valley“, das aus acht Orten besteht, sind es insgesamt 842 Blockchain-Firmen. Das Crypto Valley setzt sich wie folgt zusammen:

  • Zug (425 Unternehmen)
  • Zürich (139)
  • Genf (45)
  • Tessin (42)
  • Waadt (27)
  • Luzern (16)
  • Bern (14)
  • Liechtenstein (80)

Aufmerksame Leser haben bemerkt: Ja, auch Liechtenstein zählt mittlerweile zum Crypto Valley. Denn dort ist Anfang 2020 ein neues Blockchain-Gesetz in Kraft getreten, das Unternehmen den einfachen Einstieg und Ausbau der Token-Ökonomie ermöglicht und dem Standort einen Zuzug von Unternehmen aus dem Finanzsektor verspricht (mehr dazu hier).

„Stabiler und reifer“

„Die neuesten Zahlen zeigen, dass das Crypto Valley mit seinen 842 Firmen stabiler und reifer geworden ist. Die Schweiz und Liechtenstein sind nach wie vor derart attraktiv, dass wichtige Firmen, Plattformen und Projekte in die Schweiz kommen“, so Mathias Ruch, Gründer und CEO von CV VC. So sind es nicht nur Krypto-Händler und Token-Projekte, die die Branche weiter wachsen lassen, sondern zunehmend auch Krypto-freundliche Banken wie Bank Frick, Falcon, Bank Reyl, InCore Bank, Maerki Baumann, Mason Bank und Zarattini.

Stolz ist man im Crypto Valley auch darauf, dass große Projekte wie Ethereum, Dfinity, Polkadot, Bitmain, Libra, Cardano, Tezos und Cosmos sich in der Region angesiedelt haben. Zugezogen sind 2019 außerdem Bittrex, CasperLabs und das gebeutelte Libra-Projekt von Facebook.

Das bedeutet nicht, dass die Blockchain-Firmen und Stiftungen komplett aus der Schweiz oder Liechtenstein betrieben werden – jedoch ist das Crypto Valley etwa bei Stiftungen von Blockchain-Projekten wegen rechtlicher und steuerlicher Angelegenheit beliebt. Insgesamt sind derzeit laut Report rund 4.400 Menschen bei den Crypto-Valley-Unternehmen beschäftigt.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Corona-Krise