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Kryptowährungen: Unsichere asiatische Märkte sorgen für größten Tagesverlust seit drei Jahren

Ethereum und Bitcoin. © Pexels
Ethereum und Bitcoin. © Pexels

„To the moon!“ ist heute kein wirklich angebrachter Schlachtruf. Vielmehr wurde es vielen Krypto-Investoren eher mulmig zumute, als sie den tiefroten Kurslinien bei nahezu allen Top 100 Kryptowährungen (Ausnahmen: Tether, Gas, Ethos und Cryptonex) beim Knicken Richtung Süden zusehen mussten. Zwischen 8 und 34 Prozent gaben die Marktpreise für Token und Coins nach, allen voran natürlich Bitcoin.

Die führende Kryptowährung verlor binnen eineinhalb Stunden gleich einmal um 1.300 Dollar an Wert, Ethereum gab um fast 200 Dollar nach. Oder ganz drastisch ausgedrückt: Innerhalb von nur zehn Stunden verpufften mehr als 200 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung.

Unsicherheit in den asiatischen Märkten

Der Preissturz ist der größte Tagesverlust seit drei Jahren. Und trotzdem zucken manche mit den Schultern, posten „HODL“ und verweisen darauf, dass es in den vergangenen drei Jahren jedes Mal Mitte Jänner zu einem Kursturz kam. Diesmal tut er eben besonders weh, weil sich Kryptowährungen 2017 zu ungeahnten Höhen aufschwangen. Da spürt man die nach wie vor hohe Volatilität eben besonders stark.

Über die Gründe wir derweil wild spekuliert. Einfluss haben dürfte etwa die Ankündigung chinesischer Behörden, den Zugang zu in- und ausländischen Börsen für Kryptowährungen blockieren zu wollen. Außerdem will man den hohen Stromverbrauch bei Mining-Prozessen im Land mit neuen Regulierungen in den Griff bekommen. Spannend in Bezug auf China ist, das ausgerechnet die chinesische Ethereum-Alternative NEO vergleichsweise wenig verloren hat.

Bereits 2017 hatte ein ICO-Verbot im größten Internet-Markt der Welt zu einer Talfahrt der Kryptos beigetragen. Auch ist nach wie vor viel Unsicherheit in der Community. In Südkorea wiederum sorgten die vorerst abgesagten Pläne der Regierung, den Krypto-Handel stark reglementieren zu wollen, für Verunsicherung bei Anlegern.

Auch in Europa mehren sich die Rufe nach Regulierung. „Kryptowährungen werden über kurz oder lang Gegenstand von Gesetzgebung werden, ob zum Beispiel zum Verbraucherschutz oder zu Steuerfragen“, sagte etwa Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling am Montag.

Hat der Mond doch Einfluss?

Und dann gibt es da noch eine ganz andere Theorie, die mit dem asiatischen Markt zu tun hat. In China und Südkorea wird in einigen Wochen das Neujahrsfest am Tag des Neumondes gefeiert – also jener Tag, an dem Geschenke vergeben und die Familie besucht wird. Auf reddit wird deswegen vermutet, dass Kleinanleger in diesen wichtigen Krypto-Märkten derzeit viel in Fiat zurücktauschen, um Waren und Reisetickets zu kaufen. Gleich begleitet von dem Tipp: Jetzt könne man ja günstig zuschlagen, bevor es im Februar wieder aufwärts geht.

Everybody relax. Here’s the reason for the dip, and when the bull market will return. from CryptoCurrency

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