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Crowdinvesting-Plattform: dagobertinvest knackt Marke von 75 Millionen Euro

dagobertinvest-Geschäftsführer Andreas Zederbauer © dagobertinvest
dagobertinvest-Geschäftsführer Andreas Zederbauer © dagobertinvest
Die Wiener Crowdinvesting-Plattform dagobertinvest hat mit Ende Mai die 75 Millionen-Euro-Marke beim insgesamt investierten Kapital geknackt. Laut dem auf Immobilien spezialisierten Unternehmen war die Nachfrage auch im Corona-Jahr 2020 ungebrochen. Seit dem öffentlichen Start im Jahr 2016 hätten Privatanleger fleißig in die insgesamt 185 Wohnimmobilien-Projekte auf der Plattform investiert. 20,7 Millionen Euro konnte dagobertinvest seither wieder an die Crowd zurückzahlen, was den durchschnittlichen Zinssatz auf 7,2 Prozent setze.

„Wir sehen keine Gefahr einer Blase“

Auch wenn in letzter Zeit immer wieder Sorgen vor einer möglichen Immobilienblase, vor allem in Wien, im Raum stehen, gibt sich dagobertinvest-Geschäftsführer Andreas Zederbauer zuversichtlich. „Wir und auch viele andere sehen keine Gefahr einer Blase. Natürlich gab es in der Pandemie eine rasante Preisentwicklung, die so zuvor niemand erwartet hätte. Aber unser Geschäft ist langfristig abgesichert“, so Zederbauer.

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Laut Zederbauer sind Kleinanleger weiterhin stark an Immobilien-Investments interessiert. Banken würden solche Vorgänge aber unnötig kompliziert machen und es gebe immer noch zu wenige Möglichkeiten, mit kleineren Beträgen gute Rückzahlungen zu erhalten. Genau diese Nachfrage bediene dagobertinvest. „Für Privatinvestoren sind besonders die hohen Renditen bei verhältnismäßig kurzen Projektlaufzeiten attraktiv. Gleichzeitig benötigen Bauträger Crowdkapital als Finanzierungsalternative mehr denn je“, erklärt der dagobertinvest-CEO das Erfolgsrezept der Plattform.

EU-Verordnung für Crowdinvesting heiß erwartet

Im Durchschnitt investiert jeder Nutzer von dagobertinvest 13.000 Euro in elf Projekte. Damit beteiligen sie sich pro Funding mit 1.172 Euro. Viele Anleger setzen also stark auf Diversifizierung, wozu die Plattform auch ermutigt. Zederbauer zufolge sind die Anleger üblicherweise Männer im Alter über 40 Jahren mit hohem Einkommen. Es fänden sich aber durchaus unterschiedliche Personen unter den Privatinvestoren, beispielsweise seien auch deutlich ältere Menschen gerne Teil der Crowd.

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Für die Zukunft hat dagobertinvest große Pläne. Besonders heiß erwartet das Unternehmen die EU-Verordnung für Schwarmfinanzierungsdienstleister, die im Herbst in Kraft treten soll. Durch diese Verordnung sollen Plattformen nur noch eine Konzession der in ihrem Herkunftsland zuständigen Behörde (in Österreich die FMA) benötigen, um EU-weit Projekte anbieten zu können. „Wir wollen so eine Konzession auf jeden Fall beantragen, weil sie bei der internationalen Expansion viel Bürokratie erspart“, sagt Zederbauer. Vor allem im DACH-Raum will dagobertinvest sein Geschäft dadurch festigen, aber auch eine Expansion nach Südosteuropa ist geplant.

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