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Österreichische Crowdfunding-Plattformen sammelten 2017 fast 29 Millionen Euro für Projekte

Immer mehr Geld wird locker gemacht. © Pixabay
Immer mehr Geld wird locker gemacht. © Pixabay

Laut einer Analyse des unabhängigen Crowdfunding-Vergleichsportals CrowdCircus.com konnten österreichische Crowdfunding-Plattformen im Kalenderjahr 2017 ein neues Rekordvolumen finanzieren und im Jahresvergleich um 46,8% zulegen. Mehr als 200 Projekte standen dem Schwarm dabei zur Verfügung.

Mehr als 200 Projekte

Von Fußball-Klubs, Weingütern, Photovoltaik-Produzenten bis hin zu Immobilien-Projekten: Immer öfter setzen österreichische Unternehmen als Finanzierungsalternative auf Crowdfunding. Laut aktuellen Daten des unabhängigen Crowdfunding- und Crowdinvesting-Vergleichsportals „CrowdCircus.com“ konnten österreichische Crowdfunding-Plattformen im Kalenderjahr 2017 ein aggregiertes Projektvolumen von 28,8 Millionen Euro über den Schwarm finanzieren. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Marktwachstum von 46,8 Prozent (Gesamtmarktvolumen 2016: 19,6 Millionen Euro). Noch im Jahr 2014 konnte die gesamte österreichische Crowdfunding-Branche lediglich 4,1 Millionen Euro abwickeln.

Seit Durchführung des ersten Crowdfunding-Projekts im Jahr 2012 kann die heimische Branche per Stichtag 31.12.2017 auf ein kumuliertes Projektvolumen von 65,8 Millionen Euro zurückblicken.

Rendite-fokussiertes „Crowdinvesting“ dominiert den Markt

Spenden- und Belohnungs-basiertes Crowdfunding werden zwar ebenfalls von einigen österreichischen Schwarmplattformen abgewickelt, nehmen aber mit Blick auf das Gesamtmarktvolumen eine untergeordnete Rolle ein. Hier greifen österreichische Projektinitiatoren in der Regel auf größere und international besser vernetzte Crowdfunding-Plattformen – beispielsweise Kickstarter – zurück. Nur etwa jeder zehnte Euro, der 2017 in das Projekt einer österreichischen Crowdfunding-Plattform geflossen ist, konnte von CrowdCircus.com diesen Kategorien zugeordnet werden. Knapp 26,5 Millionen Euro beziehungsweise 92 Prozent flossen in Rendite-fokussierte „Crowdinvesting“-Projekte (umfasst sowohl Eigenkapital-, Anleihe- und Hybridkapital-Projekte).  Herr und Frau Österreicher setzen Crowdfunding also vor allem als Investmentalternative ein.

Top-15 Crowdfunding-Projekte 2017

Wenig überraschend lassen sich in den Top-15 der volumenstärksten Crowdfunding-Projekte 2017 mit Ausnahme des von der Plattform „1000×1000“ durchgeführten Belohnungs-Projektes „Ausbau des Weinguts Dürnberg in Falkenstein“ ausschließlich Crowdinvestments finden. Mit einem Projektvolumen von mehr als 1,2 Millionen Euro befindet sich das –  von den Ex-Skirennläufern Herrmann Maier und Rainer Schönfelder beworbene – Tourismus-Crowdfunding-Projekt „COOEE alpin Hotels“ auf Rang 1 der größten Schwarmfinanzierungsprojekte 2017. Das Projekt wurde, ebenso wie drei weitere Top-15 Projekte, von der österreichischen Plattform „Conda“ durchgeführt.

Insgesamt 18 unterschiedliche österreichische Crowdfunding-Plattformen waren laut CrowdCircus.com im Jahr 2017 mit Projekten aktiv am Markt vertreten. Knapp drei Viertel des Gesamtmarktvolumens entfiel dabei auf die Top-5 Plattformen Conda (Platz 1), dagobertinvest (Platz 2), Home Rocket (Platz 3), Green Rocket (Platz 4) und Rendity (Platz 5).

 

Immobilien-Crowdinvesting-Projekte stehen zunehmend im Fokus

Besonders beliebt waren im vergangenen Jahr Immobilien-Crowdinvesting-Projekte: 13,8 Millionen Euro konnten allein diesem Segment zugeordnet. Der Markt wird aktuell von fünf spezialisierten Plattformen serviciert, die 2017 insgesamt 45 Projekte abwickelten.

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