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Creators Expedition: Grazer Automobilzulieferer AVL sucht Startups für E-Mobilität und autonomes Fahren

Sebastian Jagsch und Jonas Schneider von AVL. © AVL
Sebastian Jagsch und Jonas Schneider von AVL. © AVL

Eigentlich steht das Firmenkürzel AVL für „Anstalt für Verbrennungskraftmaschinen List“. Doch natürlich widmet sich das 1948 gegründete Grazer Unternehmen, das zu den größten Zulieferern der Automobilbranche steht, auch den großen Trends auf der Straße. Mit der Creators Expedition begeben sich die beiden AVL-Manager Sebastian Jagsch und Jonas Schneider jetzt auf die Suche nach Startups, mit denen AVL in den Bereichen Elektromobilität und Autonomes Fahren zusammenarbeiten kann. Bewerben können sich Startups über die Webseite bis zum 30. November.

„Mit der Creators Expedition halten wir Ausschau nach Early Stage Startups, die nicht nur eine reine Erfindung liefern, sondern auch einen validen Use Case und vor allem ein starkes Team mitbringen“, sagt Jagsch, der die Initiative leitet.

Sechsmonatiges Programm

Konkret sucht AVL Early-Stage-Startups in drei Bereichen: E-Mobility & alternative Energie, Autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz. Wird ein Startup in das rund sechsmonatige Programm aufgenommen, dann wird es eng in einem Kunden- oder Forschungsprojekt mit den Teams der AVL zusammenarbeiten. Die Benefits: Die Gründer bekommen Zugang zu Expertenwissen und technischer Infrastruktur (Prüfstände, Testsysteme, Software), zum Sales-Team in 20 Ländern und Mentoring.

„Nachdem die neue Lösung am Markt getestet werden konnte, können wir dann gemeinsam mit den Startups über die beste Form der zukünftigen, langfristigen Zusammenarbeit entscheiden“, sagt Jagsch. Als familiengeführtes Unternehmen sei AVL an langfristigen Investments interessiert.

Immer mehr Startup-Programme

Mit AVL begibt sich ein weiteres österreichisches Unternehmen auf die Suche nach Startups. In unterschiedlichen Initiativen und Einrichtungen (z.B. Innovation to Company, weXelerate) wollen Firmen mit Gründern eng an Innovationen zusammenarbeiten – quer durch alle Branchen. Mobilfunker, Banken, Versicherer, Medienhäuser oder Unternehmensberater wollen alle in der Startup-Szene Fuß fassen.

AVL ist eigenen Angaben zufolge das weltweit größte, unabhängige Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und das Testen von Antriebssystemen (Hybrid, Verbrennungsmotoren, Getriebe, Elektromotoren, Batterien und Software) für PKW, Nutzfahrzeuge und Großmotoren. Anders als Magna ist man aber nicht als Hersteller, sondern eben nur als Entwickler tätig, beschäftigt werden weltweit rund 8.600 Mitarbeiter. Zwischen 2011 und 2015 hat AVL 45 Patente im Bereich E-Autos eingereicht.

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